Der Grauschimmelpilz (Botrytis) lebt überall im Garten, im Frühbeet wie im Kleingewächshaus, auf Blumen- und Gemüsebeeten. Ob er allerdings schädlich wird, indem er von abgestorbenen Pflanzenteilen auf gesunde übergeht, hängt weitgehend von den Umweltbedingungen ab. Ideale Zustände findet der Pilz bei hoher Luftfeuchtigkeit und gleichzeitig vergleichsweise niedrigen Temperaturen sowie stagnierender Luft in dichten Pflanzenbeständen. Ausgesprochen grauschimmelanfällig sind von Gemüse Kopfsalat, Erbsen in engem Bestand, Tomaten, Gurken, Paprika in Häusern und Frühbeeten – von Zierpflanzen alles mit weichen Blättern. Gefahr geht oft von abgestorbenen, liegengebliebenen Pflanzenteilen aus.
Die wichtigsten Vorbeugungsmaßnahme gegen Grauschimmelbefall ist reichlich Platz für alle Pflanzen – lieber etwas mehr als zu wenig. In niederschlagsreichen Gegenden ist dies besonders wichtig. Auf ausgeglichene Düngung achten. Stark mit Stickstoff versorgte Pflanzen leben gefährlich. In Gewächshäusern mit Hilfe von Ventilatoren für Luftbewegung sorgen, weil dies dem Pilz nicht gefällt, möglichst insgesamt die Feuchtigkeit reduzieren.