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Manche Pflanzen fangen neu an
Astern, Chrysanthemen, Heidekräuter blühen noch. Gehölze mit vielen Früchten, andere mit schöner, oft sogar spektakulärer Herbstfärbung, mannigfachen Schattierungen leisten ihnen Gesellschaft. Alle zusammen machen den Garten sehr wirkungsvoll herbstbunt, wozu auch noch Rosen und langblühende Einjahrsblumen beitragen. Aber zu tun gibt es auch allerhand.
Etliche Pflanzen machen Schluss. Spätestens nach dem ersten Frost kümmert man sich um nicht winterharte sommerblühende Zwiebel- und Knollenpflanzen. Im Fall von Gladiolen wartet man damit nicht lange, sondern holt die Knollen spätestens Anfang des Monats aus der Erde, entfernt sofort die Stängel bis auf Handlänge und lagert 2-3 Wochen warm. Erst dann werden die Knollen geputzt. Dahlien und Canna sind nach dem ersten Frost ebenfalls aufzunehmen, die einzelnen Pflanzen dauerhaft zu etikettieren, vorteilhaft mit Angabe der Sorte, ersatzweise der Farbe, bei Dahlien auch Wuchshöhe. Das erleichtert die richtige Platzierung im nächsten Jahr.
Andere Pflanzen stehen am Beginn eines neuen Lebensabschnittes. Schöne, trockene Tage nutzt man für aktuelle Pflanzvorhaben. Es wird Zeit für frühjahrsblühende sowie winterharte sommerblühende Blumenzwiebeln, für frühjahrs- und sommerblühende Stauden, durchaus kombinierbar mit jener von Zweijahrsblumen. Stiefmütterchen, Tausendschön, Goldlack und andere Arten dieser Gruppe sind darauf angewiesen, dass sie vor Beginn des Winters gut anwachsen, damit sie nicht auswintern, dadurch verlorengehen.
Man pflanzt außerdem immergrüne Gehölze, auch diese je eher, desto besser. Ab Ende Oktober beginnt die Pflanzzeit von Rosen, von anderen laubabwerfenden Gehölzen mit „nackten Wurzeln“ nach dem Laubfall. Gehölze, die in Containern gezogen wurden und so auch verkauft werden, lassen mehr Wahlfreiheit bei der Bestimmung des Pflanztermins. Alle Pflanzkandidaten sind vor der Pflanzung mehrere Stunden gründlichst zu wässern, danach anzugießen.
Für jegliche Pflanzvorhaben nimmt man sich mit sorgfältigem Herrichten der Pflanzstellen und anderer damit zusammenhängender Arbeiten ausreichend Zeit. Zum Beispiel müssen häufig abgeblühte Sommerblumen erst abgeräumt, dann das Beet gegraben werden, ehe man dort eventuell Zweijahrsblumen setzt oder wahlweise Arten von Einjahrsblumen sät, die nach Herbstsaat früher und reicher blühen als nach Saat im Frühling wie z.B. Rittersporn.
Was auch gepflanzt wurde – abschließend verteilt man auf der Erde im Wurzelbereich der gesetzten Pflanzen organische Bodendecke, wozu sich unter anderem Falllaub von Rasen, Wegen, Plätzen vorzüglich eignet und auf diese Weise gleich sinnvoll arbeitssparend recycelt wird.
Ilse Jaehner