Über Sommer mit majestätischen Blüten

Seerosen – richtig pflanzen  

Wegen ihrer großen Blüten, die sich majestätisch aus den Tiefen des Wassers erheben und über der Oberfläche entfalten, befinden sich Seerosen ganz oben auf der Beliebtheitsskala unter den Teichpflanzen.  

Da eine Pflanzung die ganze Vegetationsperiode über möglich ist, im Sommer mit Ballen im Container, kann man auch jetzt sein Sortiment erweitern; wichtig ist es, bei der Auswahl unter den vielen Sorten und Arten auf die gewünschte Wassertiefe zu achten.  

Oft wird außerdem die Wüchsigkeit von Seerosen unterschätzt; Zwergseerosen brauchen einen Abstand von gut 60 Zentimetern von anderen Pflanzen, normalwüchsige 1,5 Meter und starkwüchsige Sorten noch mehr. Grundsätzlich sollte man für Seerosen mit flachem Wasserstand einen Platzbedarf von einem Quadratmeter, für Sorten mit mittlerem Wasserstand das Doppelte und für Seerosen, die in tiefem Wasser stehen, mindestens vier bis fünf Quadratmeter vorsehen.  

Um Misserfolgen wie mangelndes Wachstum und Blühverlust vorzubeugen, ist beim Kauf auf gute Ware und beim Pflanzen auf die richtige Vorgehensweise zu achten. Deshalb ist es wichtig, nur gesunde Rhizome zu erstehen, die weder faule noch matschige Stellen aufweisen. Gerade jetzt im Sommer sind Pflanzen mit Topfballen losen Rhizomstücken vorzuziehen. Bei Seerosen in Töpfen muss der Trieb gut sichtbar und kräftig entwickelt sein sowie drei bis vier Blätter und gut ausgebildete Wurzeln besitzen. Nach dem Kauf sollten die Pflanzen nicht lange gelagert werden, sondern so bald wie möglich ihren Platz im Teich bekommen.   

Zum Auspflanzen eignen sich dazu gut speziell hergestellte Körbe, die entweder sehr flach oder sehr groß gehalten sind. Sie werden mit Zeitungspapier ausgefüttert, damit die Erde beim Einsetzen nicht wegschwimmt. Das Papier verrottet später und lässt die Wurzeln durchwachsen. Als Erde kommen humoser Lehmboden oder spezielle Wasserpflanzenerde infrage. Sie muss vor dem Einfüllen durchfeuchtet werden, damit sie beim Einsetzen nicht aufschwimmt und kann zusätzlich noch mit etwas grobem Sand abgedeckt werden. Beim Platzieren des gekauften Ballens ist stets darauf zu achten, dass die Triebspitze des schräg gelegten Rhizoms aus dem Boden herausschaut; zu tief gepflanzte Seerosen sind als blühfaul bekannt und kümmern schnell. Damit die Seerose beim Absenken des Korbes nicht aufschwimmt, wurde sie früher mit Steinen und Kies beschwert. Dies behindert aber das Wachstum der Neutriebe, so dass es sinnvoller ist, mit ein, zwei über den Korb gespannten Bändern ein Auftreiben zu verhindern.   

In kleinen Teichen und in flacheren Zonen mag es gelingen, die Pflanzkörbe vom Rand aus an ihren Standort abzusenken, an größeren Teichen kommt man zu zweit zum Erfolg. Der Pflanzkorb wird mit zwei gegenüberliegenden kräftigen Schnüren versehen und anschließend von zwei Personen, die sich an zwei einander gegenüberliegenden Seiten des Teiches befinden, zur richtigen Position geleitet und dann abgesenkt. Als Schnüre sollte man Fasern natürlicher Stoffe verwenden, die anschließend im Teich verrotten.  

Mit Spannung kann man dann in den nächsten Wochen auf das Erscheinen der Blätter und anschließend der Blüten auf der Teichoberfläche warten, das umso üppiger ausfällt, je sonniger der Standort ist. Im ersten Jahr bilden sich zumeist die größten Blätter und Blüten aus; in den Folgejahren ist das Wachstum von den vorhandenen Nährstoffen abhängig.  

Die Blüten der Seerosen werden je nach Sorte über 20 Zentimeter groß und strahlen in weißen, rosa, gelben, roten bis kupfernen Farbtönen in der charakteristischen sternförmigen Blütenform.                

Peter Busch   

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