Sonnenbräute (Helenium-Hybriden) stehen im September immer noch mit Hochzeitsstaat auf der Staudenrabatte. Sie halten sich weiter gut und blühen überreich, wenn bei anhaltender Trockenheit im Bereich der Wurzeln durchdringend gewässert und Verblühendes früh entfernt wird. Üblicherweise muss mit dem Nachlassen des Flors nach dem dritten Standjahr gerechnet werden, bei guter Pflege erst nach dem vierten.
Lange blüht eine Geißschlinge namens Lonicera x heckrottii. Ihre außen blauroten bis purpurroten, innen hellgelben, im Verblühen insgesamt ins Rötlich-Gelbliche gehenden Blüten erscheinen ab Juni mit Hauptblüte bis September und weiterblühend bis Oktober, an gutem Platz bis Frost. Dann zieren die Pflanzen zeitgleich kugelige, erst dunkle, dann rote Früchte.
Im Obstgarten pflückt man im September mittelfrühe Apfel- und Birnensorten, deren Früchte bis zur Genussreife erst einmal einige Tage oder Wochen lagern müssen. Inzwischen sind im August geerntete frühe Äpfel essreif. Zwei Äpfel oder Birnen pro Tag halten gesund. Man isst am besten von der Hand in den Mund.
Seltenheitswert haben Früchte der Apfelsorte ‚Goldparmäne’ auf dem Markt, unter anderem, weil sie sich für Lagerung in speziellen Kühlhäusern weniger eignen. Sie halten sich dagegen gut in normalen, kühlen und luftigen Hauskellern, nach Pflücke im September, bis zur Genussreife ab Oktober, bis Anfang Februar. ‚Goldparmäne’-Früchte schmecken köstlich, jedoch ist der Baum anspruchsvoll und verlangt beste Pflege.
Zur Pflanzzeit von Blumenzwiebeln der Hinweis, dass sie auch in Kübeln, Trögen und Kästen wachsen, im Frühjahr Hauseingänge, Fensterbänke, Balkons schmücken. Dafür eignen sich bestens Hyazinthen, Tulpen, Narzissen in Verbindung mit Stiefmütterchen und Vergissmeinnicht oder Schneeglöckchen, Krokusse, Scilla mit Schneeheide.
Winterharte Rosmarinsorten brauchen im Herbst nicht ins Haus geholt zu werden, um dort frostfrei zu überwintern. Die Sorten ‚Arp‘ und ‚Hardy’ gelten bis etwa 20 Grad als frostfest. Ähnlich robust sind die in der Bayerischen Versuchsanstalt Veitshöchheim gezüchteten Sorten ‚Veitshöchheim’ und ‚Weihenstephan‘.
Pfefferminz wird vorteilhaft im September bis Mitte Oktober gepflanzt. Dafür ist reichlich Platz vorzusehen. Gute Pfefferminzsorten wie ‚Mitcham‘ verlangen humusreichen, lockeren, frischen bis feuchten Boden. Man pflanzt Ausläufer mit gewöhnlich 3–4 Augen im Abstand von etwa 10 cm 5–10 cm tief in volle Sonne und guten Gartenboden.
Ilse Jaehner