Was tun gegen Kartoffelkäfer?

­­Der Kartoffelkäfer (Leptinotarsa decemlineata)   

ist eine Art aus der Familie der Blattkäfer. Wie sein Name  schon erahnen lässt, machen sich die Larven der Kartoffelkäfer gern über Kartoffeln her. Jene fressen neben den Blättern der Kartoffelpflanze auch die anderer Nachtschattengewächse. Dazu zählen Paprika, Auberginen und Tomaten.   

Kartoffelkäfer legen ihre ersten Eier in der Regel im Juni. Man sollte seine Pflanzen also vor allem in diesem Zeitraum genau im Auge behalten, um einen Schädlingsbefall rechtzeitig zu erkennen.   

Spätestens dann, wenn die Blätter dieser Pflanzen Fraßspuren oder Einkerbungen aufweisen, brauchen sie die Mithilfe der Gartenliebhaber. Die ausgewachsenen Käfer fallen mit ihrer gelben Färbung und schwarzen Längsstreifen auf. Die Kartoffelkäfer-Larven lassen sich wegen ihrer deutlich roten Färbung und der schwarzen Punkte an den Seiten leicht erkennen.  


Was kann vorbeugend getan werden?

Weil Kartoffelkäfer inzwischen gegen die Wirkstoffe in chemischen Insektiziden resistent sind, setzt man heutzutage, um sie abzuwehren, stattdessen auf natürliche Methoden.  

Zusätzlich sollen die Pflanzen gestärkt werden, damit sich die Larven und Eier der Kartoffel­käfer nicht auf den Kartoffeln ansiedeln.  

Menschen schützen sich vorbeugend gegen Erkrankungen. Vermutlich tun Pflanzen das ebenfalls. Manchmal, wenn andere Lebewesen nicht unterstützend mitwirken, mit wenig Erfolg.  

Wer Kartoffelkäfer dauerhaft aus seinem Kartoffelbeet verbannen will, tut gut daran einige Schutzmaßnahmen zu ergreifen:  

  • Kartoffelkäfer können bei sonnigem Wetter am Morgen von den Blättern der Kartoffel gespült werden. Wer Hühner oder Laufenten hat, kann diese dann, zur Nachlese, in die Kartoffelbeete schicken. Die Aktion sollte am Morgen gestartet werden, da die Blätter dann bis zum Abend wieder trocken werden und sich kein Pilz ansiedeln kann. Da die Hühner sich gerne das Futter am Boden suchen, ist es vorteilhaft, ihnen zu helfen und die Käfer von den Pflanzen zu spülen. Der Prozess muss meistens wiederholt werden.  
  • Gleich nach dem Pflanzen können die Kartoffeln vorbeugend, je nach Bodenbeschaffenheit und Bedarf, mit einem milden Tee (oder einer verdünnten Jauche) aus Ringelblumen, Brennnessel, Pfefferminze, Meerrettich, Farn und/oder Beinwell morgens gegossen werden.  
  • Damit der Gartenfreund nicht ständig überlegen muss, wie er seine Kartoffeln und das andere Gemüse schützen könnte, hat sich eine ganzjährige Schutzmaßnahme mit den zuvor genannten Mitteln bei so gut wie allen Pflanzen, bewährt.  
  • Ein Mulch aus Kaffeesatz verleiht den Pflanzen ein für Kartoffelkäfer schlecht riechendes Aroma.  
  • Der Wirkstoff des Neem-Baums hilft oft, mit Wasser verdünnt, die Blätter und Stängel der Kartoffeln glatt zu machen, so dass sich Eier und Larven nicht ansiedeln können.  
  • Zusätzlich ist es wirksam, natürliche Fraßfeinde der Kartoffelkäfer, Kröten, Lauf­käfer sowie Igel anzusiedeln.  
  • Manchmal ist es nötig, die Erde im Beet zu wechseln, denn im Boden könnten Kartoffelkäfer überwintern.  
  • Zusätzlich gefällt es Kartoffeln als Starkzehrer jährlich einen anderen Standort zu haben.  

Monika Hermeling  

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