Manche Stauden machen ihre Vermehrung leicht, da sie sich selbst aussäen. Entweder lässt man sie dabei gewähren oder unterstützt die Sache. Dazu schafft man rund um die betreffenden Pflanzen für den Nachwuchs ausreichend Platz, verbessert die Erde zusätzlich, damit die Samen ein prima Saatbeet vorfinden. Oder man sammelt einen Teil der Samen kurz vor der Reife, ehe die Samen ausfallen, und lässt ihn in mit Artnamen beschrifteten Tüten aus festem, braunem Papier etwas nachreifen.
Staudenarten, bei denen man beispielsweise die Samen einfach ausfallen lassen kann, sind unter anderem Winterling, Schneeglöckchen, Traubenhyazinthen, Scilla, Lenzrosen, Salomonsiegel, Tränendes Herz, Islandmohn, Lerchensporn. Weitere Samenspender sind unter anderem: Akelei, Primeln, Jakobsleiter, Lupinen, immer nur reine Arten, keine Hybridsorten, weil sonst ein Pflanzengemisch wächst. Gesammelte Samen sät man direkt an für sie vorbereiteten Plätzen auf dem Beet aus, ins Frühbeet oder auf ein Freilandsaatbeet, kleinere Mengen auch in Kisten oder Schalen, dort immer in vergleichsweise nährstoffarmes Anzuchtsubstrat.
Ilse Jaehner