Obstmade im Klimawandel

Alle Möglichkeiten, Schaderreger zu bekämpfen, ohne die Umwelt zu belasten, nimmt man wahr. Schon ab Juni geht es gegen den Apfelwickler. Die Larven dieses Schmetterlings sind die oft erwähnten „Obstmaden“, doch als Larven von Faltern keine Maden, sondern Raupen. Ab Mitte Juni legen die weiblichen Falter Eier an die heranwachsenden Äpfel. Die erst winzig kleinen, jungen Larven bohren sich in die Früchte ein und rufen das bekannte Schadbild „wurmstichiger“ Äpfel hervor, fallen mit diesen ab oder verlassen vorher die Früchte mit Hilfe eines Spinnfadens. Unten angekommen, krabbeln sie in Richtung Baumstamm, klettern hinauf und suchen sich ein Winterversteck unter Borkenschuppen. Dort verpuppen sie sich und schlüpfen im folgenden Jahr als nächste Faltergeneration.  

Der Klimawandel macht sich im Fall Apfelwickler unangenehm bemerkbar, weil die wärmeren Sommer eine zweite Apfelwicklergeneration ermöglichen. Die Falter dieser Generation fliegen bereits Ende Juli, Anfang August und schädigen die heranreifenden Früchte. Die Schäden sind größer als der durch die erste Generation verursachte. Es ist daher noch wichtiger, alles Fallobst aufzulesen und mit Wellpappe als Fanggürtel die auf die Bäume steigenden Raupen wegzufangen, gegebenfalls die Fanggürtel zu erneuern.  

Ilse Jaehner   

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