Steinhaufen geben Schutz

Jetzt zum Herbst ist es Zeit, den Nützlingen im Garten Überwinterungsmöglichkeiten anzubieten. Neben einem Haufen aus Holz oder Reisig empfiehlt es sich auch, Steine aufzuschichten.      

Für einen Steinhaufen geeignet sind alle Materialien vom Bauschutt bis zu Natursteinen. Auf einer Fläche von z.B. einem Quadratmeter stapelt man einen lockeren Haufen auf. Zwischen die Steine können Wurzelstücke und Äste gelegt werden, um möglichst viele unterschiedliche Hohlräume zu schaffen. Der Haufen kann an einem vollsonnigen oder schattigen Standort stehen; es sollte aber keine Staunässe entstehen können. Zwischen den Steinen wird etwas Lehmboden aufgetragen. Schon dieser ohne viel Aufwand aufgerichtete Steinhaufen bildet ein Mikroklima und bietet neben Tieren auch speziellen Pflanzen Platz, wie Königskerze, Dachwurz, Lein, Fetthenne, Mauerpfeffer, Schwalbenwurz und Küchenschelle, die man hier gut ansiedeln kann. Der Blütenreichtum dieser Pflanzen lockt Insekten und Schmetterlinge an. Außerdem finden Insekten in den Ritzen Verstecke; Hummeln sowie Solitärbienen und -wespen schaffen sich Brutplätze. Bald finden sich Laufkäfer ebenso wie Würmer, Spinnen und Asseln ein. Sie wiederum sind Beutetiere für Reptilien wie Zaun- und Mauereidechse oder für Säugetiere wie Igel und Marder. Auch der Hausrotschwanz jagt hier mit Vorliebe Insekten. Unter kühlen, feuchten Steinen suchen Kröten Schutz vor der Sonne und Molche finden ein Versteck.     

Peter Busch

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