Sommerblumen, die keinen Frost vertragen, werden erst nach Mitte Mai gepflanzt. Sie wachsen zügig weiter, falls sie zuvor genügend abgehärtet wurden. Das Frühbeet deswegen ab Anfang Mai entsprechend lüften, nur noch im Fall des Falles nachts Fenster auflegen.
Blumenwiesen erfreuen sich steigender Beliebtheit. Unter Umständen erweist sich die Pflanzung geeigneter, staudiger Arten besser als deren Einsaat. Für feuchtere Standorte kommen in Frage: Wiesenmargerite, Kuckuckslichtnelke, Blutweiderich, um nur einige zu nennen.
Blaustrandhafer mit steifen, rauen, auch stechenden, blaubereiften, wintergrünen Halmen kommt selbst an trockensten, sonnigsten Stellen unter Dachüberständen zurecht. Dieses Ziergras kann mitunter wuchern und andere Pflanzen behindern. Also aufpassen!
Falscher Jasmin oder Pfeifenstrauch beginnt gegen Ende Mai zu blühen, überreich jedoch nur, wenn er vollsonnig steht und sich frei entfalten kann. Von Zeit zu Zeit ist Auslichtungsschnitt nötig, indem einige der ältesten Triebe entfernt werden.
Blütensträucher, die früh im Jahr blühen wie Forsythien, Echter Jasmin, Zierjohannisbeere und dergleichen, können sofort nach der Blüte ausgelichtet und durch vorsichtigen Rückschnitt der Triebe blühfreudig gehalten werden.
Nerinen sind schöne Herbstblüher, die an sehr geschützten Stellen auch draußen überwintern können. Die beste Pflanzzeit für Zwiebeln ist zwischen Mitte April und Mitte Mai.
Palmen in Kübeln darf man anfangs im Freien nicht zu sonnig unterbringen, weil andernfalls die Wedel unschönen Sonnenbrand bekommen. Nach der Eingewöhnungszeit vertragen Palmen viel Sonne.
Eierpflanzen mit eierähnlichen, weißen Früchten zieht man aus Saat im Mai. Dazu füllt man kleine Töpfe mit Anzuchtsubstrat und legt jeweils ein oder zwei Samenkörner hinein. Sobald die wachsenden Pflanzen die Topferde durchwurzelten, setzt man in größere Töpfe und gehaltvolleres Substrat um.
Oleander sollte in verhältnismäßig kleinen Kübeln stehen, im Sommer möglichst sonnig und warm. Sorten mit gefüllten Blüten stelle man etwas regengeschützt auf, denn andernfalls können sich ihre Blüten nicht richtig entfalten. Dort nicht mit Wasser sparen und reichlich düngen.
Strauchbegonien können mit der Zeit recht hoch werden. Das Frühjahr eignet sich gut dazu, sie zu stutzen, damit sie unten nicht verkahlen, sondern auch dort blattreiche Stängel bilden. Die abgeschnittenen Triebspitzen dienen als Stecklinge der Vermehrung.
Die Kassie oder Gewürzrinde (Cassia corymbosa) ist eine schöne Ausnahmepflanze mit gelben Blüten. Der Strauch wird 2-3 m hoch, verzweigt sich locker zu umfangreichen Büschen, braucht also etliches an Raum. Blüten bilden sich von Juli bis Oktober in doldentraubigen Blütenständen.
Balkonschmuck, der sich sehen lassen kann, entsteht, wenn man nicht nur oben am Balkongitter eine Blumenkastenreihe anbringt, sondern ebenso am Fuß des Gitters oder der Balustrade. Man bepflanzt oben mit hängenden, unten mit aufrecht wachsenden Pflanzen.
Ilse Jaehner