Der Nutzgarten im August

Gemüse und Obst gibt es satt       

Gemüse aus dem eigenen Garten – wie das schmeckt! Im August gibt es jeden Tag davon, jetzt auch reichlich Tomaten, Gurken, Bohnen, Zucchini, erste kleine Kürbisse, dazu außerdem Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl, Zuckererbsen und Zuckermais, Möhren, Radieschen, Rettich, Mangold, Salate jede Menge, Küchenkräuter im Überfluss, so dass man davon für den Wintervorrat trocknet.     

Wichtige Termine für Saat oder Pflanzung sind einzuhalten. Platz gibt es nach Kartoffeln, Erbsen, Kohlrabi oder Salat. Dran sind jetzt Feldsalat für Herbsternte vom 5.–10. August, Chinakohl in den ersten Augusttagen, entweder direkt aufs Beet oder zur Vorkultur in Töpfen. Es ist noch Gelegenheit für Folgesaaten von Schnittsalat, Stielmus, Mairüben, Rettich, Radieschen, von Petersilie und Sauerampfer für Herbst- und Frühjahrsernte, von Überwinterungszwiebeln vom 15.–20. August, dies an etwas geschütztem Platz in humosen, warmen Boden. Man bemüht sich weiter darum, alle Kulturen bestens zu pflegen mit Lockern der Erde, damit das Wasser im Boden bleibt und kein Unkraut aufkommt. Wo möglich und sinnvoll, wird gemulcht, ebenfalls unter dem Gesichtspunkt der Wasserersparnis.     

Im Obstgarten kommt die Kernobsternte richtig in Gang, nachdem im Juli die ganz frühen Äpfel- und Birnensorten praktisch vom Baum verzehrt wurden. Von nun an vergeht zwischen Pflückreife und Essreife eine bestimmte Zeit, in erster Linie abhängig von der Sorte. Vergehen zunächst nur 1 oder 2 Wochen zwischen Pflücke und Verzehr, sind es zuletzt Monate. Da muss man also die sorteneigentümlichen Eigenschaften in dieser Hinsicht kennen und außerdem die Witterung des jeweiligen Jahres berücksichtigen. Auf jeden Fall kommen bei Sommerwärme gepflückte Früchte nicht sofort in den Lagerraum, sondern müssen erst ein paar Tage an kühlem Platz abschwitzen. Geerntet werden ferner Sauerkirschen, Pfirsiche, Pflaumen, Mirabellen, Renekloden, späte Johannisbeeren, Blaubeeren, Him- und Brombeeren.    

Es empfiehlt sich, Johannis- und Stachelbeersträucher sofort nach beendeter Ernte auszulichten, abgetragene Ruten von sommertragenden Himbeeren bis zur Erde wegzuschneiden, die jungen Ruten für die Ernte im nächsten Jahr ans Spalier zu binden, eventuell auszulichten, was zuviel ist. Geize in den Blattachseln junger Ranken von Brombeeren werden auf 1 Blatt zurückgeschnitten, Geize am Weinspalier ebenfalls, Triebe über Fruchtansätzen auf 2–3 Blatt gekürzt. Man sollte alles daransetzen, Erdbeeren schon Anfang August zu pflanzen, weil bei späterer Pflanzung der Ertrag im nächsten Jahr entsprechend niedriger ausfällt. 

Ilse Jaehner

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