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Früchte aus Gemüse- und Obstgarten
Der September ist ein Monat der Früchte, sowohl im Obst- als auch im Gemüsegarten. Früchte aus dem Gemüsegarten sind Tomaten, Paprika, Bohnen, Gurken, Zucchini, Kürbisse. Außerdem erntet man Blattgemüse wie Neuseeländer Spinat, Mangold, jede Menge Salat, Wurzelgemüse wie Möhren, Rettiche, Radieschen, Rote Bete. Hinzu kommen Fenchel, Porree, Kohlarten wie Kohlrabi, Brokkoli, Blumenkohl, Kopfkohl. Überschuss wird eingekocht oder eingefroren.
Abgeerntete Beete können mit schnellwüchsigen Kulturen wie Schnittsalat oder Löffelkraut bestellt werden. Die Saat von Feldsalat zur Überwinterung muss spätestens bis 15. September erledigt sein. Gründüngung als Nachkultur bringt Abwechslung in die Fruchtfolge und tut dem Boden gut.
September ist auch Pflanzmonat. Knoblauch entwickelt sich nach Pflanzung im September besonders kräftig. Die Zwiebeln sind zwar genügend winterfest, bevorzugen dennoch einen insgesamt sonnigen, warmen Platz. Man pflanzt ferner winterharte ausdauernde Küchenkräuter wie Schnittlauch, Zitronenmelisse und dergleichen. Gegen Ende September sind Rhabarber und Wintersteckzwiebeln dran, letztere vor allem in Gegenden mit milden Wintern, wo sie im nächsten Jahr früher fertig sind als im Frühjahr gesetzte Steckzwiebeln.
Späte Ernten aus dem Frühbeet sichern Saaten von Spinat, Feldsalat, Schnittsalat, Radieschen, Kresse, Kerbel. Anfang des Monats kann man noch kräftig entwickelte Kopfsalat- und Endiviensetzlinge pflanzen. Fenster werden erst aufgelegt, wenn es Ende September merklich kühler wird.
Im Obstgarten reifen massenhaft Früchte: Pfirsiche, Pflaumen, mittelfrühe Äpfel und Birnen, Brombeeren, herbsttragende Erdbeeren und Himbeeren, schon die ersten Weintrauben. Während das Steinobst und Beerenobst einschließlich Wein möglichst vollreif geerntet wird, ist man bei Kernobst auf Baum- oder Pflückreife angewiesen, die bei mittelfrühen und späten Sorten nicht der Genussreife entspricht. Die setzt erst nach kürzerer oder längerer Lagerung ein mit dem vollen, runden Aroma der Früchte. Schließlich sei noch auf die Ernte von Wal- und Haselnüssen verwiesen. Die sollen bei so genannter Fallernte von selbst fallen. Nur leichtes Schütteln ist erlaubt, aber kein Abschlagen oder Abreißen.
Die günstigste Zeit für die Anlage eines Erdbeerbeetes ist August, ein Termin Anfang September gerade noch akzeptabel. Länger sollte man die Pflanzung nicht hinausschieben, weil sich solche Pflanzen weniger günstig entwickeln und demnächst weniger tragen.
Ilse Jaehner