Die Apfelflut bewältigen
In guten Apfeljahren weiß die Gärtnerin oder der Gärtner kaum wohin mit den vielen Äpfeln. Die schönsten Äpfel sind schon eingelagert, Apfelmus ist eingekocht, jede Menge Apfelkuchen wurde gebacken, und es sind immer noch Äpfel übrig? Dann ist es an der Zeit, sich an hausgemachten Apfelessig heranzuwagen. Aber auch aus den Kerngehäusen und Apfelschalen lässt sich wunderbar Essig herstellen.
Das Wort „Essig” stammt vom lateinischen acetum ab, was “saurer Wein” bedeutet. Und genau das ist Essig in seiner Essenz: das fermentierte Produkt einer alkoholhaltigen Flüssigkeit, meist Wein oder Fruchtwein. Für die Gärung verantwortlich sind die Essigsäurebakterien – die so genannte Essigmutter. Die Essigsäurebakterien befinden sich natürlicherweise in der Luft oder an den Früchten selbst, deshalb gelingt die Fermentation auch ohne Zugabe von Essigmutter (diese kann allerdings den Gärungsprozess beschleunigen). Alles, was es für die Herstellung von Apfelessig braucht, sind Äpfel, Zucker, Wasser, Einkochgläser, Tücher zum Abdecken und Passieren sowie Flaschen zum Abfüllen. Wichtig ist, dass die Gläser und Flaschen zunächst sterilisiert also ausgekocht wurden.
Hier sind die einzelnen Schritte vom Apfel zum hausgemachten Apfelessig: