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Rückschnitt von Chrysanthementrieben nach der Blüte im Herbst macht die Pflanzen anfällig für Winterschäden. Man breitet lediglich zwischen den Pflanzen trockenen Torf, Gartenhäcksel oder dergleichen aus und legt darüber locker Fichtenzweige. Die abgestorbenen Triebe schneidet man erst bei Neutrieb im Mai dicht über der Erde weg.
Die Oktobermargerite (Chrysanthemum serotinum oder korrekter Leucanthemella x serotina) gehört zu den spätesten Blühern im Staudengarten. Es handelt sich um eine anspruchslose, anpassungsfähige, robuste, leicht über 1 m hoch werdende Pflanze mit mehreren Margeritenblüten je Stängel. Sehr empfehlenswert für naturnah gestaltete Gartenbereiche.
Manche Rosen blühen bis zum Frost, so dass sie als immerblühend bezeichnet werden. Es gibt ferner Rosen mit starkem Hauptflor im Juni/Juli sowie deutlich schwächerem zweitem Flor im August bis Mitte September. Manche Rosen gefallen mit fast gleich starken Florschüben, einmal im Juni/Juli, dann, nach einer spürbaren Pause, nur unwesentlich schwächer im August. Da ab Ende Oktober gut Rosen gepflanzt werden können, wähle man auch unter Berücksichtigung solcher Blühphasen.
Engelstrompeten, die schönen Kübelpflanzen, bleiben im Herbst so lange wie möglich draußen. Das härtet ab und versetzt in Wachstumsruhe. Eventuell schützt man nur vor einem leichten frühen Frost, denn meist ist es danach noch eine Zeitlang mild. Wird es endgültig zu kühl, können die Triebe ziemlich kräftig zurückgeschnitten werden, bevor man die Pflanze in einen 5–8 Grad kühlen Raum bringt. Dieser muss nicht unbedingt hell sein, jedoch luftig.
Die Früchte später Quittensorten pflückt man im Oktober. Je länger sie bei milder Oktoberwitterung hängen, desto mehr wertvolle Inhaltsstoffe bilden sich. Wer zu früh pflückt, riskiert, dass die Früchte weniger Aroma haben und bei Lagerung runzelig werden.
Sellerieknollen können bis Ende Oktober wachsen, da sie leichten Frost vertragen und in den letzten Wochen ihres Wachsens an Qualität zunehmen. Ausgereifte Knollen halten sich am besten. Man erkennt sie daran, dass ihre äußeren Blätter praktisch der Erde aufliegen und die inneren weniger straff aufrecht stehen als bisher.
Gegen Kohlhernie folgendes tun: 1. im Herbst keine Kohlstrünke stehen lassen, 2. keine verdächtigen Kohlstrünke kompostieren, 3. weitgestellte Fruchtfolge beachten, 4. kein Anbau von gefährdeten Wirtspflanzen vor Ablauf von 4–6 Jahren, 5. pH-Wert des Bodens bei 6,5–7 halten.
Ilse Jaehner