Bodenverbesserung mit Abfall

Es heißt: Wer keine Arbeit hat, macht sich welche. Aber doch nicht im Garten: Da hat man immer reichlich zu tun und ist darauf aus, Arbeit zu erleichtern oder zu ersparen. Gelegenheiten kommen im Herbst. Dann gibt es beim Abräumen der Beete viele Ernterückstände, Laub von Möhren und Rote Beten, Kohl und Rettich, Sellerie, Mairüben und mehr. Soll man das erst auf den Komposthaufen bringen, entsprechend pflegen, umsetzen, im nächsten Jahr als Kompost wieder zurück aufs Beet schaffen? Oder es jetzt an Ort und Stelle verwerten? Sicher können Ernterückstände zur Verbesserung des Bodens dienen und sollten nicht als „Abfall“ entsorgt werden.       

Also breitet man die Pflanzenreste gleichmäßig auf der zu bearbeitenden Fläche aus, streut darüber je m² 40–50 g Perlkalkstickstoff und gräbt dann um oder lockert anderweitig die Erde. Der Stickstoffanteil des Düngers fördert den Rotteprozess, der Kalkanteil bindet Bodensäure. Während der Umsetzung des Düngers im Boden entsteht Cyanamid, das etwa vorhandene Krankheitserreger und verschiedene tierische Schädlinge im Boden tötet oder so schwächt, dass sie keine akute Gefahr mehr darstellen. Nebenbei werden Samen und Keimpflanzen von Unkräutern vernichtet.               

Ilse Jaehner

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