Petersilienaussaat im Sommer

Für die Aussaat wird ein gut durchlässiges, humusreiches Beet gewählt, das Halbschatten aufweist. Frischen Dünger vertragen die Petersilienpflanzen nicht gut; es wird nur reifer Kompost verwendet. Die Saatrillen zieht man einen halben Zentimeter tief; der Reihenabstand beträgt zehn Zentimeter. Da Petersilie je nach Bodenwärme auch im Sommer ca. zwei Wochen zum Keimen benötigt, werden einige Radieschen- oder Salatsamen als Markiersaat mit in die Reihen gegeben. Anschließend klopft man den Boden gut an und sorgt bis zur Keimung für genügend Feuchtigkeit. Die Markiersaat läuft schnell auf; Wildkräuter können problemlos entfernt werden. Außer Gießen, vorsichtigem Auflockern des Bodens und Herausziehen von störenden Pflanzen ist nichts mehr zu tun. Bei einer Sommeraussaat dürfte einer ständigen und reichlichen Ernte an Peter­silienblättern ab Spätherbst nun nichts mehr im Wege stehen. Es werden immer nur die äußeren Blätter geerntet; denn schneidet man die Herzblätter ab, wächst die Pflanze nicht mehr weiter. Zum Winteranfang deckt man die Pflanzen mit Kiefernreisig ab und hat dann auch noch unter einer Schneedecke frische Blätter zum Ernten. Natürlich kann man eine Sommeraussaat von Petersilie besonders in kalten Lagen auch direkt in Schalen und Töpfen ausbringen, die man zu Frostbeginn ins Haus holt und auf einer mäßig warmen Fensterbank weiterkultiviert.
Peter Busch