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Garten tut gut. Das bestätigen einschlägige Beobachtungen und Untersuchungen unter anderem von Ärzten. „Ein guter Garten besitzt die Fähigkeit, das persönliche Empfinden auf der Krankheits-Gesundheits-Skala in den positiven Bereich zu verschieben, eine Fähigkeit, die ihn auch therapeutisch wirksam macht.“
Noch ist Gelegenheit, Böden auf ihren Nährstoffgehalt untersuchen zu lassen, damit es im neuen Gartenjahr mit gesunden, richtig ernährten Pflanzen weitergeht. Nur regelmäßige Bodenuntersuchungen schaffen dafür die Voraussetzungen. Also auf zur Bodenprobeentnahme, bevor die Erde gefriert. Und dann ab die Post zu einem einschlägigen Labor.
Duftschneeball verspricht bereits im Herbst, was er im Winter halten will. Schon seit November öffnen sich bei milder Witterung duftende, rosa Knospen in kleinen, endständigen Rispen und setzen das bis Frühjahr fort. Duftschneeball heißt botanisch Viburnum farreri.
Rosen brauchen in winterkalten Gebieten unbedingt Schutz der Veredlungsstellen, indem man sie etwa handhoch anhäufelt. Dazu keine Erde aus dem Wurzelbereich nehmen, weil dann zwar die Veredlungsstellen gut versorgt sind, dagegen die Wurzeln fast bloß liegen. Um dies zu verhindern, mischt man Kompost mit Herbstlaub und häufelt damit an.
Ritterstern oder Amarylis (Hippeastrum) wird nach dem Eintopfen der Zwiebel zunächst nur einmal gründlich gegossen. Dann gibt es erst wieder Wasser, wenn der Blütenschaft etwa 10 cm hoch wurde, weil sich sonst Blätter zu sehr breit machen.
Grünkohl ist nicht hundertprozentig winterhart. Zwar überlebt er als Pflanze so ziemlich jeden Winter, doch die Blätter leiden bei stärkerem Frost, was den Ertrag mindert. Darum erntet man allen Grünkohl vor Beginn des Winters, lässt ihn sich schmecken und friert ein, was nicht gleich verzehrt werden kann.
Chicoréewurzeln treibt man in einem dunklen Raum bei 11–13 Grad, kleinere Mengen für den Normalhaushalt in Eimern, Kisten, Steingutfässern. Die Deckschicht über den Wurzeln muss mindestens 20 cm hoch sein. Das verwendete Substrat (u.a. Torf) darf nicht austrocknen.
Ambrosia heißt ein bei uns noch neueres Unkraut, das sich für Pollenallergiker zu einem sehr lästigen Quälgeist entpuppt. Dieses Beifußblättrige Traubenkraut (Ambrosia artemisiifolia) aus Nordamerika breitet sich mit Bodentransporten, Vogelfutter, Saatgutresten und dergleichen aus. Wo es auftaucht, bekämpfe man es rigoros.
Ilse Jaehner