Im Winter Blattlauseier zählen

Wo befinden sich Blattläuse im Winter? Das fragt sich mancher Hobbygärtner im Sommer, wenn er sich jeden Tag über sie ärgert, zum Beispiel angesichts des Schadens, den sie an Johannisbeeren verursachen: Blätter kräuseln sich, Triebe sind verkrümmt oder gestaucht. Blätter und oft auch Früchte überzieht ein schwarzer, klebriger Belag. Dieser entsteht, wenn sich auf den nahrhaften, zuckerhaltigen Ausscheidungen der Blattläuse Schwärzepilze ansiedelten.       

Man braucht im Winter gar nicht weit nach Spuren der Blattläuse zu suchen. Zwar findet man keine erwachsenen Tiere, weil die vor dem Winter eingingen, doch zuvor legten sie reichlich Eier. Die befinden sich bereits an den Trieben, zu erkennen als kleine Höckerchen vorwiegend an den Triebspitzen. Eier halten viel aus. Sie sind härter als ausgewachsene Blattläuse, so dass sie die meisten Winter prima überstehen. Sowie es im Nachwinter wärmer wird und die Sträucher treiben, schlüpfen die jungen Läuse aus und machen sich über die zarten Blätter her. Zählt man im Winter an den Trieben zahlreiche Wintereier, sollte im Nachwinter eine Austriebsspritzung mit einem umweltverträglichen Mittel vorgesehen werden. 

Ilse Jaehner    

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