Skabiosen für Sommerblumensträuße

Auf drahtigen Stielen wachsen zum Sommer die grazilen, schalenförmigen Blütenköpfchen, die von außen nach innen aufblühen. Besonders üppig zeigen sich die Skabiosen, wenn viele Blüten für die Vase geschnitten werden; dann blühen sie bis zu den ersten stärkeren Frösten im November. Am längsten halten die Schnittblumen, wenn sie gepflückt werden, sobald sich die ersten Randblüten gerade entfaltet haben; sie passen hervor­ragend zu sommerlichen Blumensträußen. 

Viele dieser Kardengewächse stammen aus den Mittelmeergebieten und sind bei uns leider viel zu wenig bekannt. Aus Südeuropa kommen einige niedrige lila blühende Arten, die mit einer Höhe von 40 Zentimetern gut in den Steingarten passen. 

Für das Staudenbeet eignen sich besonders die im Kaukasus beheimateten Skabiosen (­Scabiosa caucasica). Für den Garten gibt es eine gute Auswahl unter einigen bewährten Sorten, die zwischen 60 und 90 Zentimeter groß werden. Weiße Blüten zeigen ‚Mrs. Willmott‘, blaue ‚Clive Greaves‘, ‚Prachtkerl‘ und ‚Perfecta‘, und mit dunkelblauen Blüten schmückt sich ‚Blauer Atlas‘, ‚Nachtfalter‘ und ‚Souther’s Violet‘. 

Die Stauden entwickeln horstige Pflanzen mit länglichen Grundblättern und fiedrigen Stängelblättern. Wenn Verblühtes ständig ausgeschnitten wird, kann man sich über eine sehr lange Blütenpracht freuen. 

Im Garten passen Skabiosen gut in Lilienbeete, neben Gräser und im Staudenbeet zu Fackellilien, Prachtscharte und Weißer ­Schafgarbe. Skabiosen wünschen einen sonnigen, geschützten Standort in gutem, leicht kalkhaltigem Gartenboden. Um eine üppige Blüte zu erhalten, sind ferner Düngungen im Frühjahr und Sommer erforderlich. Während im Frühjahr reifer Kompost oder gut verrotteter Mist um die Pflanzen gegeben wird, helfen im Sommer verdünnte Pflanzenjauchen weiter. 

Skabiosen gehören, wie auch Margeriten, zu den Stauden, die alle zwei bis vier Jahre verpflanzt werden wollen. Die beste Jahreszeit dazu ist das Frühjahr bei beginnendem Austrieb; dies ist auch die beste Zeit zur Teilung der Wurzelstöcke. 

Ein Umpflanzen oder eine Teilung im Herbst ist nicht zu empfehlen, da dann häufig Ausfälle zu erwarten sind. Empfindlich sind Skabiosen gegen zu viel Feuchtigkeit im Boden, besonders über Winter. Bei Problemen mit Nässe sind deshalb hügelige Standorte im Garten zu empfehlen. 

Für Liebhaber besonders reizvoll ist eine Aussaat aus Samen, wenn mehrere Skabiosa-­Sorten im Garten wachsen. Nach einigen ­Jahren erscheinen dann neue, durchaus reizvolle Farben in verschiedenen Blautönen. 

Foto und Text: Peter Busch