Ein Monat zum Planen
Der Garten macht sich nicht von selbst und er besteht sicher auch nicht nur aus Tätigkeiten draußen. Dort geht alles besser, wenn man den Januar zum Planen und Organisieren nutzt. Jetzt ist Zeit dazu. Man bestimmt, verwirft und legt fest, was den Garten weiter bereichern soll, plant neue Staudenrabatte, einen Steingarten oder Gartenteich, weitere Sitzplätze und und und. Kataloge, Bücher, anschauliche Schilderungen im Fernsehen geben wertvolle Anregungen. Alles wird zeichnerisch oder sonst wie schriftlich fixiert, als Grundlage für zügige Abläufe. Notwendige Bestellungen dafür gehen schon jetzt an zuverlässige Lieferanten der Samen von Einjahrsblumen und Stauden, Zwiebeln und Knollen, Gehölzen. Braucht man Hilfe von Fachleuten für Aushub, Pflasterung und dergleichen, werden Kostenvoranschläge eingeholt und Termine für Ausführungen bestimmt. Je gründlicher alles beizeiten vorbereitet wird, desto besser und schneller geht es später voran.
Trotz Schnee und Eis blüht es im Garten.
Außenarbeiten: Futter und Wasser für Vögel bereithalten, Luftloch in Eisdecke vom Gartenteich offenhalten, schweren Schnee alsbald von Gehölzen schütteln, besonders von immergrünen Säulenformen. Auslichtungs- oder Verjüngungsschnitt von Gehölzen nur bei frostfreier Witterung. Saat von kalt-keimenden Staudenarten: kontrollierte Kälteeinwirkung erfolgt am besten im Kühlschrank für 1-2-3 Wochen bei 2–8 Grad über Null. Sowie die Samen keimen, ist sofort zu säen.
Eingelagerte Zwiebeln und Knollen sowie Kübelpflanzen und mehrjährige Balkonpflanzen im Winterquartier werden sparsam gegossen, je nach Raumtemperatur und Pflanzenart, so dass Gefäßinhalte nicht austrocknen. Bei frostfreier Witterung ist ausgiebig zu lüften, bei ersten Anzeichen von Schädlingsbefall sind sofort Gegenmaßnahmen zu ergreifen.
Ilse Jaehner