Grüne Tipps

Blühende Yuccapflanzen (Yucca filamentosa) machen sich im Garten sehr gut. Allerdings muss man mit jungen Exemplaren etwas Geduld haben und meist zwei, vielleicht sogar drei Jahre auf Blüten warten. Inzwischen gut pflegen und vor allen Dingen in der ersten  Jahreshälfte ab und zu düngen, um so die Pflanzen zu kräftigen. 

Glockenreben
, die schönen einjährigen Schling­pflanzen, werden in ihrer Heimat von Kolibris und Nachtschmetterlingen bestäubt. Wer hierzulande sicher Früchte mit Samen erzielen will, übertrage mit einem feinen Pinsel etwas Pollen auf die Narben fortgeschrittenerer Blüten, die sich schon etwas abwärts neigen. 

Rosen
werden nach dem ersten Flor im Juni geschnitten, damit sie keine Samen ansetzen und möglichst bald neue Blütenknospen ­bilden. Man schneidet mit der verblühten Blüte auch 2–3 Blätter ab, mindestens bis zum ­ersten voll entwickelten Blatt mit fünf Fiederblättchen. 

Margeritenblüten
in Gelb entwickelt Argyranthemum frutescens, alte Schreibweise Chrysanthemum frutescens, die auf den Kanarischen Inseln beheimatet ist und hier als Kübelpflanze gezogen wird. Sie liebt sonnige, warme Plätze, ausreichend Wasser, hin und wieder zwischen Mai und August Nährstoffe, am besten flüssig. Überwintert wird frostfrei, kühl und hell. 
 
Seerosen
entwickeln normalerweise nach durchschnittlich etwa acht Blättern jeweils eine Blüte. Stimmt dieser Rhythmus nicht, kann Nährstoffmangel vorliegen, ebenso wenn mehr Blätter absterben als neue nachkommen. Zum Nachdüngen verpackt man einen der üblichen Blaudünger portionsweise in Lehmkugeln und deponiert diese in Nähe der Rhizome. 

Wildrosen
entwickeln Früchte mit vielen Samenkerne, so die Hundsrose (Rosa canina), deren Früchte (Hagebutten) das beste Aroma haben sollen. Man verarbeitet sie unter anderem zu Hägemark, zu Kompott, Hagenbuttensuppe und sehr gesundem Tee. 

Kiwi
muss im Sommer geschnitten werden. Im Juli und August erfolgt Rückschnitt der fruchtbesetzten Triebe. Früchte entstehen meist im unteren Bereich der diesjährigen Triebe, die nun auf 4–6 Blatt über der obersten, gut entwickelten Frucht entspitzt werden. Triebe ohne Früchte schneidet man umgekehrt ihrer Stärke zurück. 

Ilse Jaehner