Beeren sind köstlich und sehr gesundheitsfördernd

Die frühesten sind die Erdbeeren. Neben dem Wohlgeschmack steckt viel Heilkraft in der Pflanze, nicht nur in den köstlichen Beeren, sondern auch in Wurzelstock und Blättern der Wildform. Erdbeeren helfen gegen Grieß- und Steinleiden, wie schon Pfarrer Kneipp empfahl, ebenso gegen Leberleiden und bei Hautausschlägen. Die Erdbeere macht schlank und treibt den Harn. Aus den Blättern lässt sich ein schmackhafter Teeaufguß bereiten, der harntreibend und zusammenziehend wirkt. 

Den Erdbeeren folgen bald die Himbeeren. Sie machen gute Laune, denn sie aktivieren den Glücksbotenstoff Serotonin. Die B-Vitamine machen schöne Haut und roh genossen oder als Saft sind sie ein köstlicher Genuss, nicht nur für Kinder. 

Johannisbeeren enthalten sehr viel Vitamin C und helfen schnell gegen sommerliche Erkältungen. Ihr Saft lindert Durchfall und Verdauungsstörungen. Früher wurden sie im Volksmund auch „Gichtbeeren“ genannt. Besonders die Blätter enthalten viel ätherisches Öl, welches die Nierentätigkeit anregt und bei allen rheumatischen Erkrankungen, zu denen auch die Gicht gehört, und bei Arterienverkalkung von Nutzen ist. Man sollte deshalb nicht nur die Früchte ernten und genießen, sondern sich rechtzeitig auch einen Haustee aus Erdbeer, Himbeer- und Johannisbeerblättern trocknen. Auch bei Entzündungen der ­Mundhöhle helfen die mit kochendem Wasser übergossenen Beeren als Tee schnell. 

Die Stachelbeeren sind ausgezeichnet für ein straffes Bindegewebe, weil ihr enthaltenes Silizium die Gefäße stärkt. Ihr Kalium wirkt entwässernd und besonders köstlich schmecken die säuerlichen Beeren auf Tortenböden. 

Im Juli folgen die Heidelbeeren, in unterschiedlichen Gegenden auch Blau- oder Schwarzbeeren genannt und besonders reichlich in der Wildform wachsend, aber auch als Kulturheidelbeeren in Plantagen, wo man als Selbstpflücker tätig werden kann wie bei Erdbeeren. Sie enthalten viel Pektin, das die Verdauung anregt und die schlanke Linie fördert. Der sekundäre Pflanzenstoff Resveratrol hilft mit, den Cholesterinspiegel zu regulieren und auch als augenschützend sind die Heidelbeeren bekannt. 

Schließlich wachsen in Kultur- und Wildform auch noch die köstlichen Brombeeren. Sie liefern viel Kalzium, das gut für starke Knochen ist. Ihr Vitamin C und ihre Flavonoide kräftigen das Immunsystem. Brombeerblättertee empfiehlt sich als gutes und harmloses Mittel gegen Durchfall und durch seine schleimlösende Wirkung ist er bei Erkrankungen der Atemwege sehr zu empfehlen. Er dient auch der Blut­bildung und -reinigung. 

Gertrud Knobloch