Himbeeren reifen ab Juni bis in den Herbst

Die frühen Sommerhimbeeren sind an guten Standorten schon zu ernten, doch tragen sie nur einmal im Jahr. Deshalb haben die Herbsthimbeeren ihnen inzwischen fast den Rang abgelaufen. Vor allem dann, wenn sie guten Standort und richtige Pflege haben. Dann können auch sie schon ab Juni die ers­ten Früchte liefern. 

Wer mehr Wert auf einen überschaubaren Erntezeitraum als über lange frische Früchte legt, ist gut mit den reichtragenden Sommer­himbeeren bedient. Die robusten Sorten bringen hohe Ernteerträge. Die Sträucher sollten virustolerant und wiederstandsfähig sein, die durch Schädlinge wie Blattläuse, Zikaden und Pollen erkrankter Nachbarbestände übertragen werden können. Empfehlenswerte deutsche Züchtungen sind u.a. „Rutrago“, „Rumiloba“ und „Rusilva“. Im Erwerbsanbau verwendet man gerne auch Resistenzzüchtungen aus Kanada. Zum Einkochen und Einfrieren ist die Sorte „Meeker“ sehr gut geeignet. 

Von Natur aus schätzt die Himbeere nicht allzu sonnige, vielmehr gut feuchte Lagen bis zum Halbschatten. Es lohnt sich deshalb, bei Wassermangel den Himbeeren Kompost­dünger zukommen zu lassen. Das hält Feuchtigkeit besser im Boden, denn zu viel Feuchtigkeit tut den Himbeeren auch nicht gut. Ein Haltegerüst mit zwei waagerecht gespannten Drähten hat sich als Halt bewährt, daneben vorausgegangenes gutes Beschneiden bei ­älteren Sträuchern. Zu lange Ruten sollten nach Winterende auf Höhe des zweiten Drahtes gekürzt worden sein, dann gedeihen die Sträucher und bringen reiche Ernte. 

Im einzelnen weniger, dafür aber bis zum Eintritt der Winterkälte sind die Herbsthimbeeren zu beernten. Vorsichtiges Schneiden, vor allem die Ruten nicht bodennah zu entfernen, bringt auch bei Herbsthimbeeren schon früh reife Früchte. Dieser untere Rutenbereich bringt früh ebenfalls Früchte, sollte aber nach dem Ertrag der Sommersonne hier anschließend schon gleich abgeschnitten werden. Wer es mit den Herbsthimbeeren versuchen möchte, dem stehen verschiedene Sorten zur Verfügung, von denen „Himbo-Top“ größere, hellere Früchte liefert, als die bekannteren Sorten „Autum Bliss“, „Polkia“ und „Polana“.  

 
Gefüllte Himbeertorte

Zutaten:
100 g Butter, 100 g Zucker, 5 Eier, ½ Pfund Mehl, 1 TL Backpulver, 125 g Bitter­schokolade, 50 g gem. Mandeln, 1 EL Rum, 1 EL Weinbrand, Himbeermarmelade, ¼ L ­Schlagsahne, 1 EL Zucker, 1 Vanillezucker, Eierlikör. 



Zubereitung:
Butter und Zucker schaumig rühren, Eidotter, Mehl, Backpulver, geraspelte Schokolade, Mandeln, Rum und Weinbrand dazurühren. Steifen Eischnee schlagen und vorsichtig unter die Masse heben. Teig vorsichtig in eine mit Backpapier ausgelegte Springform füllen und langsam bei 130-170 Grad ca. 1 Stunde backen. Nach dem Erkalten durchschneiden, mit Himbeermarmelade füllen. Den zweiten Boden aufsetzen und mit der gesüßten, steif geschlagene Sahne überziehen. Diesen mit Eierlikör vorsichtig beträufeln und grobgeraspelte Schokolade darüberstreuen. 

 
Grieß-Halva

Zutaten:
½ L Wasser, Schale einer unbehandelten Zitrone, 2 Gewürznelken, ½ Zimtstange, 250 g Zucker, 125 g Butter, 250 g Hartweizengrieß, 100 g Mandelstifte, 1 TL Zimtpulver, 2 TL Puderzucker und frische Himbeeren. 



Zubereitung:
Wasser mit Zitronenschale, ­Zucker, Zimt und Nelken auf der abgeschalteten Herdplatte 10 Min. ziehen lassen. Im zweitem Topf die Butter schmelzen und den Grieß ein­rieseln lassen. Mandelstifte zugeben und bei Mittelhitze goldgelb Rösten unter Rühren. Dann den Topf mit Grieß von der Koch­stelle nehmen, unter Rühren mit dem Zucker-Zitronensirup aufgießen und etwa 8 Minuten weiterkochen, bis ein dicker Brei entstanden ist. Diesen in eine mit Wasser ausgespülte Form geben, erkalten lassen und vor dem Servieren mit einem Gemisch aus Zimt und Puderzucker bestreuen und reichlich mit frischen Himbeeren garnieren. 

 
Himbeer-Schlanktorte

Zutaten:
1 Päckchen Zitronen-Götterspeise, ca. 600 g frische Himbeeren, wenig Zucker oder entsprechende Menge Stevia (kann auch in flüssiger Form verwendet werden), 500 g Magerquark, 500 g Magermilchjoghurt, eine Prise Salz, Vanille­zucker oder -aroma, 12 Löffelbisquits. 



Zubereitung:
Götterspeise nach Vorschrift auflösen und quellen lassen. Mit Magerquark, Joghurt und Zucker oder Stevia verrühren, Salz und Vanillearoma ebenfalls zugeben. Bisquits in einer Tüte zerbröseln, gleichmäßig in eine mit Backpapier ausgelegte Form geben als Boden. Götterspeisemischung erwärmen und unter die Quarkmasse rühren. Himbeeren unterheben bis auf einige zum Dekorieren. Etwa 2 Stunden im Kühlschrank kaltstellen und mit den übrig gebliebenen ­Himbeeren garnieren. 

 
Marschall-Schnitten

Zutaten:
210 g Zucker, 200 g Butter, 210 g Mehl, 125 g mit Schale geriebene Mandeln, 1 Ei, je 1 TL Zimt und Nelke als Geschmacksgeber. 



Zubereitung:
Alles zusammen gut verkneten, dann ausrollen und in nicht zu dünne Streifen radeln – nicht alles auf einmal! Die Backzeit der fingerlang geschnittenen Streifen beträgt bei 190 Grad etwa 10 Minuten. Wenn alle abgebacken sind, jeweils zwei mit Himbeermarmelade zusammensetzen. Anschließend mit Himbeersaft und Puderzucker eine rosa Glasur für alle Streifenoberseiten der zusammengeklebten Streifen/Schnitten zubereiten und sie damit bestreichen. 

Gertrud Knobloch