Grüne Tipps

Schöngesicht ist eine langblühende Staude für blütenbunte Sommerbeete, passt hervorragend zu blauen Salvien, Sommerastern, Ehrenpreis mit Flor von August bis September oder Oktober je nach Sorte, erfreulich pflege-leicht. Tipps dazu: Düngung im Frühjahr mit gutem Kompost, Rückschnitt im Herbst bodentief zur Förderung der Überwinterungsknospen, Vermehrung durch Teilung im Frühjahr vor Austrieb. 

Aussaat von Islandmohn (Papaver nudicaule) sorgt dafür, dass im nächsten Jahr bereits ab Juni farbkräftige Blüten in Gelb bis Orange erscheinen. Noch etwas eher blühen ältere, an besonders geschützten Stellen überwinterte Exemplare, zum Beispiel vor Südmauern. 

Die Strauchkastanie (Aesculus parviflora) blüht im August mit schönen, grazilen Blütenkerzen. Der Wuchs ist buschförmig. Daher passt diese Kastanie auch in Gärten. Man berücksichtige jedoch, dass sie mit der Zeit ziemlich in die Breite geht, also genügend Raum zur Verfügung haben muss, zumal sie als Solitärgehölz völlig frei stehen sollte. 

Buchsbaum geht es stellenweise ziemlich schlecht, weil Schädlinge ihm das Leben schwer machen. Eine Alternative zu Buchsbaum ist die Buchsblättrige Berberitze (Berberis buxifolia) mit der Sorte ‚Nana‘, immergrün, bis 50 cm hoch, sommerliche Trockenheit vertragend, frosthart und gut zu schneiden. 

Zauberglöckchen oder ‚Millionbells‘ sind keine echten Petunien, sondern eine eigene Art ­Calibrachoa, aus Amerika stammend, warmes Klima gewohnt, deswegen hier als nicht winterharte Beetpflanze zu verwenden, tauglich für sonnige, warme Plätze. Es muss ausreichend gegossen werden, aber mit weichem Wasser! 

Kartoffeläpfel werden mitunter die Früchte von Kartoffeln genannt, die aus befruchteten Blüten hervorgehen, runde, gelblichgrüne Gebilde. Sie sind ungenießbar, ja giftig. Diese Früchte werden zur Vermehrung von Kartoffeln nicht gebraucht, nur zur Züchtung neuer Sorten. 

Erdbeeren für ein neues Beet sollten früh, bereits Anfang August gepflanzt werden, damit sie sich bis Spätherbst gut entwickeln und schon im nächsten Jahr ordentlich tragen. Die Pflanzung in Mulchpapier erleichtert die Pflege von Erdbeeren erheblich, weil kein Unkraut wächst. 

Rainfarn, eine Wildstaude mit dem botanischen Namen Tanacetum vulgare, macht sich im biologischen Pflanzenschutz nützlich, um Milben an Brombeeren, Himbeeren und Erdbeeren zu vertreiben. Dazu rechnet man 300–400 g frisches Kraut oder 50 g getrocknetes auf 10 l Wasser. 

Ilse Jaehner