Grüne Tipps

Sonnenhüte, Rudbeckia laciniata und sullivantii, wachsen eigentlich überall, besonders gut in voller Sonne und frischem bis feuchtem Boden, blühen im Herbst lange. Pflanzzeit ist wegen der späten Blüte im Frühjahr vor Austrieb. 

Ein Doppelgänger unseres heimischen Gänseblümchens ist das Spanische Gänseblümchen (Erigeron karvinskianus) mit ebenfalls weiß-roten, kleinen Strahlenblüten von Juni bis Herbst an 20 cm hohen Trieben. Die Pflanze wächst ausdauernd, liebt sonnigen, warmen Stand, durchlässiges, eher trockenes als zu nasses Erdreich, gern auch zwischen Schottergeröll, wo es sich auch mal selbst aussät. Spanisches Gänseblümchen ist bedingt winterhart bis etwa 5 Grad Frost, also geeignet für etwas geschütztere Standort. 

Die Züchtung von Birnensorten dauert lange. ‚Condo‘, eine holländische Züchtung verbreitet besonders in Westdeutschland, stellt allgemein zufrieden, und auch ‚Novemberbirne‘ gefällt – sowohl grundsätzlich als mit vergleichsweise guter Lagerfähigkeit. Beide Sorten eignen sich für schwächer wachsende Bäume. 

Kultursorten von Holunder tragen besser als Wildholunder. Sie haben umfangreichere Blü-ten- und Fruchtstände mit größeren Beeren, die etwas überhängen, so dass Vögel die Früchte kaum räubern. Merkmale guter Sorten wie ‚Haschberg‘ sind ferner rötliche Fruchtstiele und, dass alle Beeren eines Fruchtstandes gleichzeitig reifen. 

Blumenhartriegel überrascht mit Himbeerfrüchten oder mit Früchten, die so aussehen wie Himbeeren, 1–2 cm große, himbeerähnliche, meist scharlachrote Gebilde. Der Blumenhartriegel, der diese Früchte hervorbringt, heißt botanisch Cornus kousa. Als erfreulich hart erwies sich die Sorte ‚Teutonia‘. ‚Satomi‘ hat statt weißer rosa Hochblätter. Die Sträucher entwickeln sich langsam. Wer zweijährig pflanzt, muss einige Jahre auf Blüten und Früchte warten. 

Tulpen sollen im nächsten Jahr wieder blühen, tun sie aber längst nicht immer. Vor allem die normalen großblütigen Gartentulpen tun sich in dieser Beziehung schwer. Wer Tulpen zum Wiederblühen sucht, halte sich an folgende Arten: Tulipa turkestanica, sehr früh blühend, mit sternförmigen Blüten. Es folgt Tulipa ­tarda, ebenfalls sternförmige, gelbweiße Blüten. ­Tulipa sylvestris, die Weinbergtulpe, blüht später im April mit gelben, nickenden Blüten, braucht unbedingt trockene Sommer. 

Bunter Zierkohl ist essbar. Man zieht ihn selbst, um den Gemüsegarten bunter und einfallsreicher zu machen, mit rot-weißen, grün-weißen Köpfen oder sonstigen Farbmustern. Wer nicht zum Säen kam, kann inzwischen fertige Köpfe kaufen für Balkonkästen, Schalen, Tröge oder ähnliches, gern zum Ausschmücken von Erntedankdekorationen. 

Feldsalat kann über längeren Zeitraum ausgesät werden, sogar im Frühjahr. Hauptaussaatzeit ist jedoch September, anfangs für Herbsternte, später für Frühjahrsernte. Die Erntezeit im Frühjahr endet, wenn die Feld­salatpflanzen anfangen zu schießen, also wenn sie Blüten bilden. Man kann sie stehen lassen, wo es etwas freizügiger zugeht. So erfreuen sie mit weißen Blütchen schon im April/Mai, zum Beispiel zwischen Wildblumen. Gute Feldsalatsorten sind ‚Vit‘ und ‚Elan‘.  

Ilse Jaehner