Grüne Tipps

Myrtenastern gefallen als schöne Herbstblüher mit Flor ab Ende September, im Oktober und teils auch noch im November. ‚White Heather‘ blüht reinweiß, ‚Blue Star‘ reinblau, ‚Pink Star‘ rosa. Der botanische Name: Aster ericoides.  

Hybridlilien sind pflegeleicht, weil sie sich normalen Gartenverhältnissen gut an­passen. Haben sie an sonnigem Platz humosen, durchlässigen Boden, erweisen sie sich als reich­blühend und langlebig. Man sorge wie bei allen Lilien mit passenden Begleitpflanzen für „beschatteten Fuß“.  

Storchschnäbel (Geranium) sind anspruchslose Stauden für Naturgärten, Heidegärten und Gehölzbereiche. Das gilt unter anderem für G. macrorrhizom ‚Spessart‘ und G. cantabrigiense ‚Biocovo‘. Anfang Oktober ist Pflanzung noch möglich.  

Der Medizinal-Rhabarber als Zierpflanze wird wie Gemüse-Rhabarber Anfang Oktober gepflanzt. Die Sorte ‚Tanguticum‘ von Rheum palmatum hat 2 m hohe, rote Blütenstände im Juni/Juli. Diese attraktive Großstaude verlangt kräftigen, tiefgründigen Boden und genügend Freiraum.  

Gurken, Bohnen und Tomaten werden im Laufe des Oktobers abgeräumt, ihre Blätter vorsichtshalber nicht kompostiert, sondern so entsorgt, dass von ihnen keine Ansteckungsgefahr durch Erreger von Blatterkrankungen ausgeht. Diese überwintern am Kraut und können dann im nächsten Jahr von dort aus die folgenden Kulturen infizieren.  

Endivien erntet man von Oktober bis November direkt vom Beet. Vor ersten Frösten schützt man sie mit bequem zu lüftenden Folientunneln. Später nimmt man sie mit Wurzelballen aus der Erde und schlägt im Frühbeet ein. So hat man noch bis Weihnachten frischen Salat aus dem Garten.  

Spargelpflanzung im Frühjahr muss im Herbst vorbereitet werden. Dazu das Beet holländern, besser noch rigolen, für eine Spargel­reihe 80 cm breit, für mehrere Reihen mit 40 cm Grabenbreite und 150 cm Abstand zwischen den Reihen entsprechend. Erstrebenswerter pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5.  

Leimringe zum Fang von Frostspannerweibchen werden in kühleren Gegenden bis spätestens zum 20. Oktober um Baumstämme und Pfähle gelegt, in wärmeren bis zum 25. des Monats. Das Erscheinen der Falter erfolgt unabhängig von Frost. Insofern verunsichert der Name Frostspanner.   

Schwarzwurzeln fangen erst spät richtig zu wachsen an. Bis Ende August schaffen sie 60 % ihrer Größe, bis Ende September 80 %. Im Verlauf des Oktobers folgen die letzten 20 %. ­Eigentliche Erntezeit beginnt im November.  

Ilse Jaehner