Der Ziergarten im Oktober

Wir pflanzen Zukunft 

Man kann im Oktober viel tun für zukünftiges Blühen. Einige Einjahrsblumen wie Ringelblumen, Rittersporn blühen nach Saat zwischen dem 15. und 20. Oktober im nächs­ten Jahr besonders reich. Möglichst früh im Monat pflanzt man winterharte frühjahrs- und sommerblühende Blumenzwiebeln und -knollen. Sofern die Witterung es zulässt, ist auch noch Pflanzung von Zweijahrsblumen möglich. Vorgesehene Staudenpflanzung schiebt man nicht auf die lange Bank. Jetzt sind vorrangig frühjahrs- und sommerblühende Arten dran, nachdem die Erde an den für sie vorgesehenen Plätzen tief gelockert, mit einigen Nährstoffen, vor allem Humus, gründlich verbessert ­wurde. Beim Pflanzen von Stauden beachte man genügende Abstände von Pflanze zu Pflanze, Blütezeit und Blütenfarbe, richtige Pflanz­tiefe (weder zu hoch noch zu tief). Außerdem pflanze man nur wüchsige, triebkräftige, gesunde Stauden, ältere vorher teilen und so verjüngen. 

Immergrüne Laub- und Nadelgehölze sollten nicht später als Ende Oktober gepflanzt werden, damit sie noch vor dem Winter gut einwurzeln, was für sie überlebenswichtig ist. Gehölze in Containern stellt man vor der Pflanzung mit den Gefäßen für mehrere Stunden in Wasser. Ballenpflanzen ebenfalls gut wässern, tauchen oder öfter übersprengen. Alle Pflanzen gründlich angießen und im Bereich der Wurzelscheibe mulchen.

Nach dem Laubfall beginnt die Pflanzzeit für laubabwerfende Gehölze. Obwohl inzwischen fast nur noch Gehölze aus Containern mit kompletten Wurzelballen angeboten werden, deren Pflanzung nicht streng an bestimmte Termine gebunden ist, gewährt die frühe Pflanzung nach Laubfall immer noch die zuverlässigste Garantie für Anwachserfolge. Rosen machen eine Ausnahme, da sie bekanntlich sehr spät ihre Blätter verlieren. Sie werden unabhängig vom Laubfall ab Ende Oktober gepflanzt, da selbst Rosen dann soweit mit dem Wachstum abgeschlossen haben, dass Pflanzung trotz noch vorhandener Blätter immer glücken müsste. 

Es wird Zeit, frostempfindliche Pflanzen wie Dahlien, Gladiolen, Canna und dergleichen aus dem Boden zu nehmen und für die Überwinterung an frostfreiem Platz vorzubereiten. Wo Einjahrsblumen nach Frost abstarben, werden sie geräumt, die Flächen gegraben. Während des Laubfalls müssen Blätter auf dem Rasen kurzfristig abgeharkt werden, damit es keine Kahlstellen gibt. Man ver­mischt das Laub mit anderen Gartenabfällen, gehäckselten Staudentrieben sowie kleineren Zweigen und kompostiert oder schüttet es als Bodendecke unter immergrünen Gehölzen aus. Ist das Laub abgefallen, beginnt Pflegeschnitt an Laubgehölzen aller Art. 

Ilse Jaehner