Der Ziergarten im November

Jetzt muss es flott gehen  
Manches muss jetzt flott gehen, denn die Tage werden immer kürzer und oft auch ungemütlicher für Arbeiten im Garten. Darum kommt zuerst Pflanzung von winterharten frühjahrs- und sommerblühenden Zwiebel- und Knollengewächsen dran, sofern man im Oktober nicht dazu kam. Für etliche nicht winterharte Zwiebeln und Knollen wird es höchste Zeit, sie aufzunehmen und sachgemäß frostfrei unterzubringen. Auch um Kübelpflanzen muss man sich kümmern. Ein vorspringendes Dach oder ähnliches schützt sie ausreichend, so dass man sie noch nicht ins Haus bringen muss.    
Dann steht Pflanzung von laubabwerfenden Gehölzen auf dem Programm, damit deren Wurzeln noch vor Winterbeginn anwachsen. Folgende Maßnahmen unterstützen dies:   
  1. Vor der Pflanzung Gehölze mit den Wurzeln mehrere Stunden in Wasser stellen, ebenso Pflanzen in Containern.   
  2. Vor dem Pflanzen Wurzelballen vorsichtig etwas auflockern, besonders wichtig bei stark durchwurzelten Containerballen.   
  3. Nach dem Pflanzen fest antreten und gründlich angießen, damit das Wasser die Bodenteilchen an die Wurzeln ­heranschlämmt.   
  4. Im Wurzelbereich mulchen.   
  5. Rückschnitt der Triebe um etwa ¹⁄3, ­schwache ganz entfernen.  
An manchen Tagen im November macht sich die Nähe des Winters besonders deutlich bemerkbar: es wird das erste Mal ein bisschen fros­tig. Jede Stunde, die noch nicht fingerkalt ist, wird dazu genutzt, auf Staudenbeeten und im Steingarten noch einmal zwischen den Pflanzen zu jäten, die Erde zu lockern, bevor man reichlich organisches Material als schützende, wärmende, humus- und nährstoffspendende Bodendecke aufträgt. Dazu dient Kompost aus eigener Herstellung. Auch gehäckselte Gartenabfälle taugen dazu. Zeitgleich entsteht neuer Kompost aus vielen Abfällen einschließlich Falllaub. Dieser wird mit Zusatz von Steinmehl, etwas Kalk und reifem Kompost gut gemischt und schichtweise aufgesetzt.   
Um die Monatswende Oktober/November ist Rasendüngung sinnvoll, denn sie sorgt dafür, dass die Fläche selbst im Winter grün bleibt. Auch für Rosen kann man was Extras tun, indem man sie düngt mit einem Kalidünger (etwa 40 g/m²). Das macht Rosen winterhärter. Beetrosen können schon angehäufelt werden. Vorher schneidet man recht lange Triebe ein wenig zurück, damit das Einwintern etwas einfacher wird. Der eigentliche Rückschritt erfolgt erst nach dem Winter. Am Gartenteich ist Herbstputz angesagt: Triebe hochwachsender Uferpflanzen kürzen, absterbende Blätter von Wasserpflanzen und Falllaub aus dem Wasser fischen. Blütensträucher, die im Sommer an frischen Trieben blühen, auslichten und verjüngen.                             
Ilse Jaehner