Die pazifische Chrysantheme

Ajania pacifica

Es gibt nicht viele Pflanzen, die mit ihren Blüten etwas Farbe in die graue, dunkle Jahreszeit bringen können. Ein interessanter Kandidat, der dies schafft, ist die pazifische Chrysantheme.   

Sie gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und wird auch Gold-Silber-Chrysantheme genannt. Das ‚Gold‘ kommt von der Blütenfarbe und das ‚Silber‘ nimmt Bezug auf die silbergrauen Blattunterseiten und Blattränder. Früher hieß die Art auch schon Chrysanthemum pacificum.   

Diese Ajania-Art, die Gattung umfasst fast 40 Arten, ist endemisch auf der japanischen Insel Honshu, die größte der Inselgruppe. Dort wird die Pflanze „iso-giku“ genannt, was soviel heißt wie Küstenmargarite. Sie wächst wild in den meeresnahen Zonen und tritt spontan sogar an sonnenexponierten Steilhängen auf.   

Ihre gelben Blüten erinnern etwas an einen Vertreter der Gattung Santolina, doch nicht so das attraktive, gelappte Laub. Diese Ajania-Art ist eine strauchförmige Staude, die 40 bis 60 cm hoch und ebenso breit werden kann.  

Die Ajania blüht vom Ende des Sommers bis zum Ende des Winters in Form von kleinen goldgelben Köpfchen, die in dichten Dolden angeordnet sind. Die optisch ansprechenden Blätter sind spiralförmig um die Triebe angeordnet und bilden einen interessanten Kontrast zu den Blütenköpfen. Die Blüten sind nektarreich und ziehen Bienen und Schmetterlinge an. Sie werden mit zunehmendem Alter dunkler. Die Früchte sind winzige Achänen.   

Auch wenn der Pflanze unterstellt wird, dass sie gut mit Temperaturen bis –10 °C um­gehen kann, sollten wir sie besser im Topf oder Kübel pflegen. Ein sonniger Standort ist gut geeignet. An das Substrat werden keine besonderen Ansprüchen gestellt, es sollte aber einen guten Wasserabzug aufweisen. Dies bedeutet, dass ein käufliches Substrat durch Zugabe von Sand oder Perlite etwas durchlässiger gemacht werden sollte.   

Ajania lässt sich leicht durch Stecklinge, Ableger, Ausläufer oder durch Teilung vermehren. Das Ausbrechen der verblassten Blüten verlängert die Blütezeit. Durch einen leichten Schnitt lässt sich die Pflanze in Form halten. Zum Ende des Winters sollte aber ein drastischer Rückschnitt erfolgen. Die Pflanze selbst erleichtert dies durch kontinuierlich erscheinende Austriebe im bodennahen Bereich.    

Thomas Bay