Mit Mairüben in den April

Mairüben sind schnelle Wachser. Deswegen eignen sie sich als Vorkultur zu einer späteren Hauptkultur wie Gurken, Bohnen und dergleichen. Feinschmecker schätzen ihr zartes, zugleich deftiges Fleisch früh im Jahr, wenn ansonsten das Angebot unterschiedlichster Gemüsearten aus dem Garten noch nicht umfangreich ist. Zu den älteren Sorten wie ‚Schneeball‘ mit weißen Rüben und der rotköpfigen ‚Primavera‘ kam für extra frühe Kultur die weiße ‚Tokyio Cross‘ hinzu. Die kann schon in 30 Tagen fertig sein und ist besonders zart, schmeckt obstartig süß, enthält viel Saft und wenig Kalorien, ergibt herzhaften Salat oder kohlrabiähnliches Gemüse, aber viel feiner, kann auch geschmort oder gegrillt werden. Gesät wird so früh wie möglich, sobald die Erde genügend abtrocknete und sich ausreichend erwärmte auf mindes­tens 12 Grad. Der Termin schwankt daher nach klimatischer Lage und Witterung ab März. Die Erde muss unbedingt humos, locker, genügend nährstoffreich mit Kompost verbessert werden, eventuell zusätzlicher Gabe eines Naturdüngers, damit die Pflanzen von klein auf zügig wachsen. An Feuchtigkeit darf es nicht mangeln. Die Keimlinge erscheinen nach 9–15 Tagen und werden verzogen auf 10–12 cm Abstand in der Reihe. Messen die Rübchen 5–8 cm im Durchmesser, wird geerntet.   

Ilse Jaehner