Grüne Tipps

Studentenblumen haben einen unverwechselbaren, etwas strengen Geruch, nicht aus den Blüten, sondern aus den Blättern. An deren Rändern befinden sich winzige Öldrüsen, die man, hält man das Blatt ins Gegenlicht, als stecknadelkopfgroße, durchscheinende Pünktchen erkennen kann. Großblumige Tagetessorten mit langen Stielen sind dekorative Schnittblumen, zumal es gelang, ihnen den strengen Geruch weitgehend wegzuzüchten.      

Treibt die Eiche vor der Esche, hält der Sommer große Wäsche. Treibt die Esche vor der Eiche, hält der Sommer große Bleiche. Also aufgepasst! Ob die Bauernregel von der voraussichtlichen Nässe oder Trockenheit eines Jahres wirklich zutrifft, werden wir erleben, allerdings nicht im eigenen Garten, denn dafür werden Eiche und Esche zu groß.      

Kissenrhododendren, die zurückgehen auf Rhododendron impeditum, vertragen etwas mehr Kalk im Boden als andere Rhododendren und außerdem mehr Sonne, sofern die Erde genügend feucht ist. Deswegen und weil sie schwachwüchsig meist nicht höher als 30-40 cm werden, passen sie gut auch in Steingärten, wo sie ab Mitte/Ende April bis um Mitte Mai blau blühen.   

Es ist ein Irrtum anzunehmen, das Pikieren oder Verstopfen von Sämlingen und Jungpflanzen würde diese grundsätzlich fördern. Sie müssen sich in jedem Fall erst wieder von dem Eingriff erholen. Deswegen verzichtet man bei gröberen Samen und von Natur aus robusten Pflanzen aufs Pikieren und sät gleich in Töpfe.    

Eine stabile Metallharke ist unverzichtbar im Gerätesortiment für den Garten. Selbst bei intensivem Gebrauch auch in schwer­em Boden dürfen sich die Zinken nicht verbiegen. Man achte deswegen beim Kauf auf Qualität. 

Kerbel ist keine ausgewiesene Heilpflanze, doch häufiger Verzehr wirkt blutreinigend, appetitanregend, abführend, stimulierend, ist also durchaus gut für die Gesundheit. Im Frühjahr sät man so früh wie möglich erst ins Frühbeet, dann auf Beete im Freiland, alle 14 Tage in Reihen oder breitwürfig, bis Mitte Mai vollsonnig, danach eher halbschattig.  

Ilse Jaehner