Ein Radieschen für alle Fälle

Es tut sich was im Gemüsegarten mit vielen Arten und Sorten, frühen, mittelfrühen und späten. Mitunter kommt es sehr darauf an. Man kann späte Sorten nicht mehr im Sommer säen, aber frühe gut im Spätsommer. Einfacher geht´s mit Allround-Sorten. Ein Radieschen für alle Fälle ist beispielsweise ’Riesenbutter Vitessa’, eine robuste Sorte für die ganze Saison. Diese runde, rote Spitzenselektion eignet sich für erste Saaten im Frühbeet, für Kultur unter Lochfolie und Vlies, für Folgesaaten bis in den heißen Sommer und kühlen Frühherbst. Aussaatzeit ist von Ende Februar bis Anfang September.  
Radieschen haben eigentlich nur ein Geheimnis: sie wollen zügig wachsen in gleichmäßiger Feuchtigkeit und mit ausreichend Nährstoffen. Außerdem sind sie Einzelgänger und gedeihen am besten, wenn jede Pflanze ausreichend Platz hat. Deswegen sät man in Reihen mit 15 cm Abstand, verzieht bald auf 5 cm in der Reihe. Die Samenkörner sollen möglichst nicht tiefer als 1,3 cm in der Erde liegen. Geraten sie tiefer, wachsen die Knollen unregelmäßig mit langen Hälsen. Sobald sich die ersten Laubblätter bildeten streut man einen Volldünger mit leicht aufnehmbaren Nährstoffen, etwa 20g/m², oder düngt flüssig.        

 
Ilse Jaehner