Fackellilien leuchten im Staudenbeet

Aus Südafrika und Madagaskar stammt diese bemerkenswerte Staude. Im Frühjahr bildet sich bereits ein Horst schilfähnlichen, dunkelgrünen Laubes aus, während sich im Sommer die lampenputzerähnlichen, bis 30 Zentimeter langen Blüten zeigen. Sie machen ihrem Namen, auch Feuerpfeil ist gebräuchlich, alle Ehre und leuchten in feurigen Gelb- bis Rottönen.
Im Gartenhandel wird in der Regel ein umfangreiches Sortiment vor allem von Hybriden angeboten. Als zuverlässig winterhart hat sich die einheitlich feuerrot blühende Sorte ‚Alcazar’ mit einer Wuchshöhe von 90 Zentimetern erwiesen; ebenfalls erprobt winterhart ist ‚Herbstglut’ mit einer Höhe von gut einem Meter und orangeroten, unten gelben Blüten.
Fackellilien wünschen einen sandigen bis mittelschweren, feuchten, aber nicht nassen Boden in sonniger Lage. Besonders dekorativ wirken sie in der Nähe von Wasserbecken, neben Gräsern und Sibirischer Iris. Ein kleiner Wermutstropfen beeinträchtigt allerdings die Schönheit der Fackellilien; gemäß ihrer Herkunft sind sie nicht absolut winterhart und bedürfen einer Abdeckung über die kalten Monate. Dazu bindet man im Spätherbst die wintergrünen Blattbüschel zusammen und mulcht die Pflanzen dick mit Laub ein, ohne allerdings die Triebspitzen zu ersticken. Ein paar aufgelegte Zweige Fichtenreiser verhindern dann ein Wegwehen der Blätter über Winter.                                                   

Peter Busch