Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,    

die englische Gartenvorreiterin und Schriftstellerin Vita Sackville-West soll einmal gesagt haben: „Ich habe keinen Garten – der Garten hat mich!“. Und recht hat sie, denn die Aufgaben in einem Garten können den Gärtner wirklich das gesamte Jahr in Beschlag nehmen.

Wenn diejenigen, die mit bloß einer Handvoll Balkon- und Zimmerpflanzen, sich behelfsmäßig ein Bewässerungssystem einrichten oder eine vertraute Person für die Dauer ihres Urlaubs für die Minimal-Betreuung ihrer Pflanzen anheuern, gucken viele Gärtner oftmals neidisch. Es ist nämlich selten, dass ein ganzer Garten vom Nachbarn einfach so für ein paar Wochen mitbetreut wird. Gerade zur Sommer- und später Erntezeit ist im Garten viel zu tun. Vor allem das tägliche Gießen oder die Pflege unterschiedlich anspruchsvoller Pflanzen, kann so manche Urlaubsvertretung überfordern. Nicht in den Urlaub zu gehen ist allerdings auch keine gute Lösung.

In „Gartenarbeit“ steckt zwar nicht umsonst das Wörtchen „Arbeit“, aber entscheidend ist ja die Menge. Warum es sich also nicht leichter machen, wo möglich?

Eine vorausschauende Planung/Pflanzung kann hier nicht nur zur Urlaubszeit viel Mühe ersparen. Es bieten sich über das ganze Jahr sowie in allen Bereichen der Gartenarbeit Möglichkeiten, es sich leichter zu machen.

Mit ein bisschen Recherche lassen sich beispielweise genügsame Pflanzen für den Garten finden, die oftmals ein ebenso schönes und harmonisches Bild abgeben, wie so manche edle/exotische Pflanze. Immergrüne oder auch Pflanzen mit farbigen Blättern (Bsp. Buntnesseln) können ebenfalls einen abwechslungsreichen und bunten Garteneindruck zaubern.

Gerade beim Wässern kann viel Aufwand gespart werden, wenn statt Gie­ß­kannen zu schleppen, ein Schlauch mit Tauchpumpe und zahlreiche im ­Garten verteilte Wasserreservoirs vorhanden sind. Nicht nur der Komposthaufen, ­sondern auch der Gartenschuppen mit allen nötigen Gerätschaften sollte strategisch gut platziert und bequem zugänglich sein. 

Bei Werkzeugen und anderen Helferlein (Bsp. Pflanztasche) sind natürlich auch leichte und handliche, aber stabile/langlebige Modelle zu wählen, um bei der Gartenarbeit nicht bereits unter dem Eigengewicht des Werkzeugs zu leiden.

Auch die Belastungen, die bei der Gartenarbeit auf den eigenen Körper einwirken, sollten nicht unterschätzt und möglichst vermieden werden, indem clever mit den richtigen Hilfsmitteln, wie z.B. rollbaren Blumentöpfen, umgangen wird. Auch Hochbeete eigenen sich dafür besonders.

Stürzen Sie sich also noch vor Ihrem Sommerurlaub in die Optimierung Ihres Gartens und nehmen Sie die zahlreichen Aufgaben leicht, denn auch die eigene Einstellung nimmt großen Einfluss darauf, wie schwer die Gartenarbeit fällt.    

Ihr Karl Born,     
Vorsitzender des Hauptvorstands