Federmohn als Blickfang

Viele Grundstücke haben Stellen im Garten, die den Blick auf undekorative Ecken, Schuppen, Zäune oder Mauern lenken. Um einen schöneren Gesamteindruck zu gewinnen, bietet sich für solche Flächen der Federmohn zum Davorpflanzen an.    
Diese Staude aus der Familie der Mohngewächse ist in China beheimatet und erreicht je nach Art bzw. Sorte eine stattliche Höhe von bis zu drei Metern. An den blaugrau bereiften, kräftigen Stängeln bilden sich zahlreiche fiederartige, gelappte Blätter, die buschig den Hintergrund verdecken. Aus dem dichten Blattwerk erheben sich lockere große weiße Blütenrispen, die  dem Federmohn seinen Namen gegeben haben.      
Die zahlreichen Einzelblüten sind an Sommertagen reichlich von Insekten umlagert. Weisen­ die Pflanzen eine Verletzung auf, tritt ein bräunlicher Milchsaft­ aus.     
Von dieser Pflanze gibt es nur zwei Arten, Macleya cordata mit weißen sowie M. microcarpa mit kupferfarbenen Blüten. Als Sorte ist noch M. cordata `Kelways Coral Plume’, auch Korallenfeder genannt, zu erwähnen, die sich mit kupferrosa Blüten und zimtfarbenem Laub schmückt.    
Federmohn ist im Garten recht anspruchslos; jeder lockere und etwas nahrhafte Boden ist ihm recht. Von den Lichtverhältnissen reicht ein halbschattiger Standort vollkommen aus. Federmohn benötigt als dekorative Blattschmuckstaude viel Platz. Bei der Standortwahl ist auch zu berücksichtigen, dass die Staude stark wuchert. Deshalb bietet sich besonders ein Platz vor einer Mauer an, der von Platten umgeben ist. Gut denkbar ist aber auch eine Einzelstellung vor Gehölzen oder Zäunen. Im Staudenbeet sollte man den Federmohn am besten in einen Kübel oder in einen Container pflanzen, um das Wuchern zu unterbinden; auch senkrecht eingegrabene Steinplatten verhindern ein Wuchern in andere Staudenbestände. In seine Nachbarschaft passt günstig die robuste gelb blühende Staudensonnenblume, die sich in ihrer Wuchsart gegenüber dem Federmohn behaupten kann. Über Winter friert die Staude ab und wird rechtzeitig vor dem Austrieb eine Handbreit über dem Boden zurückgeschnitten.     
Der Federmohn treibt schon zeitig im Frühjahr, besonders nach milden Wintern, wieder aus, und es kann dann zu Ausfällen durch Spätfröste kommen. Dies lässt sich mit einer Schicht Laub verhindern oder durch ein Abdecken in frostigen Nächten mit Vlies oder Folie.     
Das Wuchern des Federmohns hat übrigens auch ein Gutes: Durch die zahlreichen Ausläufer erhält man genügend Jungpflanzen, um seinen ganzen Bekanntschaftskreis damit zu versorgen.          

Peter Busch               

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