Grüne Tipps

Zwiebeln von Kaiserkronen haben wie Schneeglöckchen keine schützende Trockenhaut und sollten darum immer unmittelbar nach Erwerb gepflanzt werden, etwa 25 cm tief in durchlässigen Boden, außerdem in leichter Schräglage. So kann sich kein ­Wasser in der flachen Höhlung – verursacht vom letztjährigen Stängel – ­sammeln und zu Fäulnis führen.   

Ziergehölze mit schmückenden Früchten sind unter anderem Scharlach-Weißdorn (Crataegus coccinea) und Elsbeere (Sorbus torminalis), beide niedrigere Bäume, die sich gut in kleine Gärten einpassen. Sorbus torminalis ist im Gegensatz zur Eberesche, die nur etwa 80–100 Jahre alt wird, erfreulich langlebig. Die Früchte kann man halbreif roh genießen, reif für spezielle Zubereitungen verwenden. Reifezeit: Oktober   

Herbstheide verlängert den Flor auf Balkons und Terrassen, in Höfen und Gärten bis weit in den Dezember. Die meist roten Blüten trotzen jedem noch so ungemütlichen Herbstwetter und vorübergehenden ersten Frösten, die nicht schärfer sind als 5 Grad. Ganz winterhart ist Herbstheide nicht. Meist vor Winter­ende hat sie ausgedient.   

Glöckchen-Scilla, botanisch Hyazinthoides hispanica, stammt aus Spanien, ist jedoch bei uns ganz hart. An den bis 30 cm hohen ­Blütenstängeln hängen 15 oder noch mehr hellblaue, rosa­farbene oder weiße, glöckchenförmige Blüten. Dieser Blaustern blüht erfreulicherweise erst, wenn das Gros der frühjahrsblühenden Blumenzwiebelarten schon verblüht ist und leitet so in den Sommerflor über. Glöckchen-Scilla eignet sich auch gut zum Verwildern in naturnahen Gärten.   

Bodenuntersuchungen sind immer sinnvoll, wenn ein Garten neu angelegt wird. Die Zahl der Proben, die dafür entnommen werden müssen, richtet sich danach, ob das Gelände einheitlich zum Beispiel als Feld genutzt wurde oder vielfältig. Das ergibt weniger oder mehr Proben je 100m².   

Zitronenmelisse, ein beliebtes nach Zitrone schmeckendes Kraut für allerlei Salate, zieht im Herbst ein. Bis es so weit ist, erntet man jeweils Blätter für den Sofortverbrauch, auch für Tee, der die Nerven stärkt und bei Erkältungskrankheiten hilft, ganz ohne Nebenwirkungen. Die Blätter eignen sich nicht zum Trocknen.   

Ilse Jaehner