Grüne Tipps

Holunderbüsche müssen jährlich ausgelichtet werden. Bei Viertelstämmen nimmt man zunächst die heruntergebogenen, abgetragenen Triebe und alles schwache Holz raus. Ferner geht es darum, ein kräftiges Traggerüst möglichst am Stamm zu erhalten, denn dieses bildet die jungen, fruchtenden Zweige. Beim Schnitt darauf achten, wegen des markhaltigen, weichen Holzes, nicht zu nah an Knospen zu schneiden.   

Apfeldorn ‚Carrierie‘ (Crataegus x lavallei) hält immer noch seine Blätter fest, wenn andere Laubgehölze sie schon längst abgeworfen haben. Erst im Dezember trennt er sich von ihnen. Weißen Blüten im Mai folgen viele 2 cm große, orangerote Früchte. Dieser Baum hat also immer etwas zu bieten. Da er nur etwa 7 m hoch wird, taugt er selbst für kleinere Gärten, mit seinen bedornten Zweigen auch als Vogelschutz- und Nistgehölz.   

Immergrün ist keine Staude, sondern ein Halbstrauch und erweist sich deswegen als angenehm dauerhaft. Außerdem ist Immergrün als eine bei uns heimische Pflanze vollkommen winterhart. Nur die weichen Triebspitzen frieren schon einmal in sehr kalten Wintern etwas zurück. Vinca minor, die wichtigste Art, blüht blau.   

Dahlienknollen überwintern am besten bei 2–7 Grad. Der Raum sollte weder zu feucht noch zu trocken sein, ist meist eher zu trocken als zu feucht. Ist er recht trocken, lagert man die Knollen mitsamt Erde und umgibt sie nach einiger Zeit mit leicht angefeuchtetem Torf, damit sie nicht zu sehr schrumpfen. Alle 2–3 Wochen ist zu kontrollieren, ob der Torf noch feucht genug ist.   

Obstgehölze gedeihen schlecht oder gar nicht, wenn sie nach sich selbst gepflanzt werden, also Kernobst nach Kernobst, Steinobst nach Steinobst. Auch bei Beerenobst sollte unmittelbare Nachfolge vermieden werden. Selbst die Folge Steinobst nach Kernobst oder umgekehrt ist nicht ratsam. Am besten pflanzt man Obstarten nur dort, wo noch nie Obstgehölze wuchsen.   

Rosenkohl ist nicht absolut winterfest. Falls Rosenkohlpflanzen den Winter einigermaßen unbeschadet überstehen, liegt das vorrangig an milder Witterung. Da man nie weiß, wie der Winter wird, sollte man Rosenkohl bis Ende Dezember geerntet haben.  

Ilse Jaehner

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