Grüne Tipps

Spätblühende Sorten von Schneeheide (Erica carnea) gehören zu den zuverlässigsten Blühern des Nachwinters und Vorfrühlings. Zum Beispiel blühen ‚Cecilia M. Beale’, ‚James Backhouse’ und ‚Vivellii’ erst im Februar und März, sind deswegen gute Partner von Schneeglöckchen, Winterling und Vorfrühlingskrokussen.    

Blüten von Tulpenmagnolien (Magnolia x soulangiana) sind bekanntlich spätfrostgefährdet. Eine Frostnacht und sie sind braun. In spätfrostgefährdeten Lagen pflanzt man deswegen vorteilhafter die Purpurmagnolie (Magnolia liliiflora ‚Nigra’) mit außen dunkel­roten, innen hellpurpur-farbenen Blüten, erst im April bis Juni.  

Birnensorten sind nicht selbstfruchtbar und brauchen Bestäuber. Beide Sorten müssen jeweils miteinander harmonieren. Außerdem berücksichtige man bei der Sortenwahl, dass sich Birnenfrüchte in normalen Lagerräumen (Kellern) nur verhältnismäßig kurz halten. Besonders bei frühen und mittelfrühen Sorten liegen zwischen Pflück- und Essreife häufig nur Tage, allenfalls wenige Wochen.  

Pfirsichbäume wünschen warme Plätze mit Schutz vor Spätfrost, Nord- und Ostwind, nicht übermäßig viel Wasser, jedoch genügend feuchten, eher leichten als schweren Boden, der sich schnell erwärmt, kalkhaltig, humus- und nährstoffreich ist. Sie scheuen hohen Grundwasserstand.  

Der Name Primel geht zurück auf das lateinische primus = der Erste. Primeln blühen eben früh, mit als Erste. Dies betrifft vor allem Kissenprimeln (Primula acaulis) und deren Sorten, die in mildem Klima an geschützten Stellen bereits im Februar Knospen öffnen. Die Stauden lieben gepflegten, humosen Gartenboden in lichtem Schatten, gedeihen in kühleren Lagen auch an zwar sonnigem, aber nicht heißem Platz.  

Gemüsepflanzen nicht verzärteln! Wer sie zu sehr gegen Wind abschottet, tut ihnen keinen Gefallen. Zwar hält sich Wärme gut, aber ebenso Feuchtigkeit nach Niederschlägen, was die Anfälligkeit für verschiedene, vor allem pilzliche Krankheitserreger verstärkt. Schutz vor Wind aus Nord und Ost ist sinnvoll, Wind aus West und Süd sollte freien Zutritt haben.  

Ilse Jaehner