Harpephyllum caffrum – Die Kaffern- oder Wild-Pflaume

 Seit etlichen Jahren pflege ich einen Kaffern-Pflaumenbaum, der ab Juli und bis weit in den August hinein blüht und essbare Früchte hervorbringt. Der Baum gehört zur Familie der Sumachgewächse oder Anacardiaceae.   

Die bekannteren Vertreter dieser Familie sind die namensgebende Cashew-Nuss, der Mangobaum, die Pistazie und der Essigbaum. Nur letzterer ist bei uns ausreichend winterhart und fast schon heimisch.  

Die Kaffernpflaume stammt aus Südafrika und wird dort vielseitig verwendet, sei es als Straßenbaum oder aber auch als Obstgehölz im Garten, der essbaren, etwas säuerlich schmeckendenen Früchte wegen.  

Der Baum ist immergrün und in unseren Breiten im Freiland nicht winterhart. Wer über die entsprechenden Räumlichkeiten verfügt, könnte durchaus einen Kulturversuch wagen, denn die schöne unpaarig gefiederte und glänzende Belaubung macht die Kaffernpflaume zu einer attraktiven und auch pflegeleichten Kübelpflanze. Das Wachstum im Topf ist langsam. Interessant ist der regelmäßige und aufrechte Aufbau des Baumes. Gelegentliche Schnittmaßnahmen wirken sich nicht nachteilig aus. In den Sommermonaten kommt es in der Regel zu einem stärkeren Laubabwurf. Das sollte aber nicht beunruhigen, denn am heimatlichen Standort fällt dies in die Wintermonate.  

Bisher konnten auch keine bedeutenden Schädlinge festgestellt werden. Der Baum ist zweihäusig, das heißt, dass weibliche und männliche Blüten auf unterschiedlichen Pflanzen gebildet werden. Bisher hat sich diese Tatsache bei meiner Pflanze noch nicht als Nachteil erwiesen, denn es werden reichlich Früchte angesetzt, die auch ausreifen. Von der Form her entsprechen sie kleinen Pflaumen. Sie erreichen aber nicht die Größe der heimische Pflaumen und haben auch deutlich weniger Fruchtfleisch. In der Heimat sollen die Früchte zur Herstellung vom Marmelade verwendet werden.  

Saatgut ist hin und wieder  im Versandhandel zu bekommen, sollte aber frisch sein, damit zufriedenstellende Keimergebnisse erzielt werden. Das Saatgut sollte vor der Aussaat in handwarmem Wasser vorgequellt weden. Wer direkt eine größere Pflanze kaufen möchte, sollte es bei auf Kübelpflanzen spezialisierte Gärtnereien versuchen. Gelegentlich wurden auch schon entsprechende Jungpflanzen angeboten.                                              

Thomas Bay   

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