Grüne Tipps

Sommerzeit ist Lilienzeit. Man ist leicht geneigt, Lilien hohe Ansprüche zu unterstellen, doch sind sie nicht grundsätzlich anspruchsvoll. Man muss die speziellen Wünsche kennen. Falls dann entsprechend verfahren wird, wachsen die Pflanzen gut und blühen reich. Wer sich stärker mit Lilien einlassen will, wähle vor allem Sorten aus der Gruppe Asiatischer Hybriden mit becherförmigen Blüten und Aurelian-Hybriden mit trompetenförmigen, die anpassungsfähig und blühwillig sind.  

Safran, jener herbstblühende Krokus, der Kuchen und andere Leckereien ‚gel‘, also gelb macht, liebt lockeren, durchlässigen, warmen Humusboden in Sonne. Man achte darauf, dass die Stellen mit Safran nicht zu sehr von benachbarten Pflanzen überwuchert werden, sondern frei sind, damit die 8 cm hohen, lilafarbenen Blüten zur Geltung kommen. Die Wirkstoffe sitzen in den Narbenfäden. Die Pflanzung erfolgt früh im Juli.  

Liebstöckel fällt vor allem durch den intensiven Geruch seiner Blätter auf, der akkurat jenem von Fleischextrakt entspricht, darum auch Maggikraut genannt. Man kann leicht überwürzen, daher sparsam verwenden!  

Nachwuchs für das neue Erdbeerbeet gewinnt man von guten Mutterpflanzen. Den Boden rund um solche Exemplare mit viel nährstoffreichem Humus verbessern, Ausläufer mit etwa schon vorhandenen Wurzelansätzen in das Substrat drücken und dort unverrückbar fixieren. Humusschicht ständig feucht halten. Erst wenn ausreichend Wurzeln entstanden und diese bereits einen haltbaren Wurzelballen bilden, nimmt man die jungen Erdbeeren von den Mutterpflanzen und pflanzt sofort auf das neue Beet.  

Ikebana ist die Kunst des Blumenstellens nach japanischem Vorbild. Dabei kommt es auf genaueste Formgebung an. Zweige lassen sich in die gewünschte Stellung oder Form bringen, indem man die Stelle, die am stärksten gebogen werden soll, unter fließendes heißes Wasser hält und nach einiger Zeit unter kaltes. Danach eventuell diese Form mit Schnur fixieren, bis der Zweig wieder trocken ist.  

Wenn Rosenblüten bei anhaltend feuchter Witterung faulen und nicht aufblühen, ist dies ärgerlich. Besonders dichtgefüllte Blüten neigen dazu. Rosen nie an schattige, feuchte Plätze setzen, nie da, wo kein Wind nach Niederschlägen die Pflanzen rasch abtrocknet, sondern dort, wo reichlich Luftbewegung herrscht. In niederschlagsreichen Gegenden Sorten mit ungefüllten, allenfalls halbgefüllten Blüten wählen. Bei der Sortenwahl gegebenenfalls geeignete, kenntlich gemachte Sorten für niederschlagsreiche Gegenden bevorzugen.  

Ilse Jaehner  

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner