Kohlgallenrüsslers Nachkommen

­­Die Larven von Kohlgallenrüsslern haben so manche Kohlpflanze auf dem Gewissen. Sie schlüpfen aus Eiern, die ausgewachsene Kohlgallenrüsslerkäfer im Frühjahr an Wurzelhälse von Kohlpflanzen in sorgfältig angebrachte, winzige Höhlen legten, stets jeweils 1 Ei. Die Larven finden Nahrung an den Höhlenwandungen. Auf diesen dauernden Reiz reagieren die Pflanzen mit verstärktem Wachstum. Es entstehen rundliche, erbsen- bis haselnussgroße Wucherungen, mitunter mehrere an einer Pflanze. Dass es sich nicht um Kennzeichen von Kohlhernie handeln kann, zeigt ein Schnitt durch solch ein Gebilde mit der darin befindlichen Larve. Das Wachstum der Pflanzen leidet erheblich. Die Ernte fällt entsprechend mager aus.   

Befallene Pflanzen nie kompostieren! Kohl nicht nach Kohl anbauen, sondern weit gestellte Fruchtfolge beachten. Vorbeugend gegen Befall Setzlinge tief setzen, Algenmehl an die Wurzelhälse streuen oder anhäufeln. Pflanzen mit noch kleinen Wucherungen retten, indem man die Gallen abkneift, die Pflanzen sofort wieder setzt und gut pflegt.   

Ilse Jaehner  

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