Der Nutzgarten im September

Die Zeit der Früchte  

Im September gibt es Früchte satt, aus dem Obstgarten und ebenso aus dem Gemüsegarten. In den nächsten vier Wochen reifen Pfirsiche, Pflaumen, Brombeeren, öftertragende Erdbeeren, herbsttragende Himbeeren, immer noch Blaubeeren der späten Reifezeitgruppe, Wein und natürlich Äpfel und Birnen. Während das Beerenobst einschließlich Wein möglichst vollreif geerntet wird, vergrößert sich bei Kernobst die Spanne zwischen Pflück- und Essreife immer mehr. Für jede Sorte ist der günstigste Pflücktermin abzupassen, damit sich die Früchte auf dem Lager gut halten, bis sie ihr volles, rundes Aroma erreicht haben.  

Die Zeit zwischen den verschiedenen Erntearbeiten nutzt man, um Stachelbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren fachgerecht zu schneiden. Die günstigste Zeit für die Anlage eines Erdbeerbeetes ist zwar August, doch ein Termin Anfang September ist gerade noch akzeptabel. Länger sollte man nicht warten, weil andernfalls die Pflanzen im ersten Jahr weniger gut tragen.   

Früchte aus dem Gemüsegarten sind: Tomaten, Gurken, Zucchini, Paprika, Kürbisse, Bohnen. Außerdem erntet man Blattgemüse: Neuseeländer Spinat und Mangold, neben Kopfsalat nun auch Endivien, viele Möhren, Rote Bete, Rettiche, Radieschen, Fenchel. Das Angebot von Gemüse aus dem eigenen Garten ist mannigfaltig und mitunter so groß, dass noch etwas bleibt für die Vorratshaltung.   

Abgeerntete Beete können noch mit schnellwüchsigen Kulturen wie Schnittsalat oder Löffelkraut bestellt werden. Die Saat von Feldsalat zur Überwinterung muss bis spätesten 15. September erledigt sein. Gründüngung als Nachkultur bringt Abwechslung in die Fruchtfolge und tut dem Boden gut. Alle diese späten Saaten müssen gut feucht gehalten werden.  

September ist auch Pflanzmonat. Knoblauch entwickelt sich nach Pflanzung im September besonders kräftig. Knoblauch ist zwar vollkommen winterfest, bevorzugt dennoch einen insgesamt sonnigen, warmen Platz. Man pflanzt ferner winterharte, ausdauernde Küchenkräuter wie Schnittlauch, Zitronenmelisse und dergleichen. Gegen Ende September sind Rhabarber und Wintersteckzwiebeln dran. Letztere lohnen vor allem in günstigen Lagen, weil sie im nächsten Jahr früher fertig sind, als im Frühjahr gesteckte Steckzwiebeln.   

Späte Ernten aus dem Frühbeet sichern Saaten von Spinat, Feldsalat, Schnittsalat, Radieschen, Kresse, Kerbel. Anfang des Monats kann man durchaus noch kräftig entwickelte Kopfsalat- und Endivien-Setzlinge pflanzen. Die Fenster werden erst aufgelegt, wenn es Ende September merklich kühler und regnerischer werden sollte.                    

Ilse Jaehner  

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