Rote Bete frisch aus dem Garten

Vom Säen, Pflanzen, Pflegen 

Mit Engelszungen versuchen Ernährungsexperten, dem Volk Rote Bete schmackhaft zu machen, denn dass Rote Bete gesund sind, mit Mineralen, Vitaminen, Spurenelementen viel Gutes tun, steht außer Frage. Auf dem Bestellungsplan von Gartenbesitzern stehen Rote Bete unbedingt, sinnvollerweise gleich mehrfach für die Ernte kleinerer Rüben ab Sommer bis Herbst. Man könnte die Rüben ohne weiteres auch groß werden lassen, doch schmecken kleine bis etwa Tennisballgröße am besten.

Doch noch sind wir nicht soweit. Zuerst geht es um Sortenvielfalt und Auswahl. Äußerlich unterscheiden sich Sorten mit runden Rüben von halblangen, dickeren oder langen, schlanken. ‚Ägyptische Plattrunde‘ ist eine alte, bewährte Sorte, die immer noch gute Dienste tut, vor allem sehr schossfest ist. Walzenförmige Rüben hat ‚Forono‘, die runde ‚Robuschka‘ viel Süße, ist gut für Rohkost, ‚Tondo di Gioggia‘ hat mehr ins Rosa gehendes Fleisch mit attraktiven weißen Ringen. Da isst das Auge mit. Es gibt weitere Sorten, aber dies wird zunächst genügen. Zum Saatgut folgendes: Rote Bete entwickeln Samenknäuel mit mehreren Samen. Es wachsen demnach aus einem Knäuel mehrere Pflanzen, die eng beieinander stehen und deswegen unbedingt nach Aufgehen der Saat vereinzelt werden müssen, falls es sich nicht ausnahmsweise um monogermes Saatgut handelt mit jeweils einem Samen je Korn. Im Angebot sind außerdem Mischungen verschiedener Sorten mit roten, gelben oder weißen Rüben für leckere, abwechslungsreiche Zubereitungen. Das schmeckt!

Rote Bete brauchen wie alle Wurzelgemüse genügend nährstoffreiche, lockere Humuserde mit ausreichend Feuchtigkeit während der ganzen Kulturzeit an sonnigem Platz. Meist wird direkt aufs Beet gesät, bei mehreren Reihen im Abstand von 30 cm, in der Reihe so dicht, dass man später beim Verziehen auf etwa 10 cm den kräftigsten Sämling auswählen kann. Saattiefe etwa 1 cm, im Sommer etwas tiefer. Mehrere Saaten von April bis Ende Juni oder Anfang Juli decken den Bedarf für Sommer, Herbst und Winter. Man kann Rote Bete auch aus dem Saatbeet an Ort und Stelle pflanzen. Es gibt inzwischen sogar Jungpflanzen von Rote Bete im Versandhandel, zum Beispiel ‘Robuschka‘ sowie eine gelbe Sorte, deren Rüben süßer schmecken als rote. Rote sollten bei gutem Kulturverlauf möglichst durchgängig gleichmäßig rot sein und fast keine helleren Ringe aufweisen. Davon zu unterscheiden sind natürlich Sorten, deren weiße Ringe gewollt sind. Selbstgezogene Setzlinge sollten zum Pflanzen nicht größer als 8–10 cm sein. Vorsichtig aus dem Saatbeet nehmen, damit die Hauptwurzel unbeschädigt bleibt und es nicht zu Missbildungen kommt. Abstand in der Reihe 10–15 cm. Nur so tief pflanzen, wie die Setzlinge vorher standen, fest andrücken und feucht halten bis zum Anwachsen.

Ilse Jaehner