Sommerkalla schmückt Kübel und Kästen

Während in unseren Breiten die Sommerkalla erst seit einigen Jahren im Sortiment und im Gartenhandel oder -versand zu erwerben ist, wird sie in Neuseeland schon seit längerem kultiviert und ist in zahlreichen Sorten mit gelben, orangenen, rosa bis purpurroten Farbtönen vertreten. Beheimatet sind diese Kalla-Arten im südafrikanischen Hochland und im östlichen Südafrika, in Natal. Neben vielfältigen Hybriden sind vorwiegend zwei Arten bei uns zu bekommen. Zantedeschia elliottiana wird bis zu 60 Zentimeter hoch und entwickelt pfeilförmige, dunkelgrüne Blätter, die weiß gefleckt sind. Das die Blüte umgebende Hüllblatt, die Spatha, ist leuchtend goldgelb gefärbt, außen grünlich überlaufen und bis zu 15 Zentimeter lang.

Mit weißlich violett bis violettpurpurfarbener Spatha, die allerdings nur 6–8 Zentimeter groß ist, zeigt sich Z. rehmannii. Die reingrünen Blätter dieser Art sind lang und schmal mit einer Länge von bis zu 35 Zentimetern. 

Da die Pflanzen frostempfindlich sind und erst nach den Eisheiligen ins Freiland kommen, lohnt es sich, sie schon vorher im Haus in Töpfen in durchlässiger, humoser, nährstoffreicher Erde vorzuziehen; in milden Lagen reicht eine Freilandkultur in guter Gartenerde vollkommen aus. Die eher unscheinbar aussehenden Knollen werden zehn Zentimeter tief in die Erde gesetzt, wobei darauf zu achten ist, dass sich die Augen, aus denen die Pflanzen austreiben, oben befinden. Damit sich die Pflanzen mit ihren großen Blättern auch üppig entwickeln, sollte man ihnen genügend Platz auf den Beeten zuweisen – der Abstand von Pflanze zu Pflanze beträgt 40–50 Zentimeter. Sommerkalla eignen sich auch hervorragend zur Kübelhaltung auf Balkon und Terrasse, zumal sie den ganzen Sommer über blühen. Voraussetzung sind ein vollsonniger Platz, viel Wasser und ausreichend Nährstoffe. Bei einer Kübelhaltung kann man unter die Knollen eine handbreite Schicht organischen Dünger füllen. Es ist immer so viel Wasser zu geben, dass der Untersetzer ständig feucht ist. Für das Freiland empfiehlt sich im Sommer eine wöchentliche Gabe von Flüssigdünger, der dem Gießwasser beigefügt wird. Um im Freiland eine gleich bleibende Bodenfeuchtigkeit zu erreichen, ist neben kontinuierlichen Gießens auch ein Mulchen der Bodenoberfläche geeignet, um die Verdunstung einzuschränken. Selbst wer über keinen Garten oder Balkon verfügt, kann die Blütenfülle der Sommerkalla genießen, denn auch eine Zimmerhaltung an einem hellen, sonnigen Platz ist möglich.

Über Sommer brauchen die Pflanzen außer Gießen und Düngen nur wenig Pflege. Verwelkte Blüten und vergilbte Blätter werden am Ansatz des Schaftes abgeschnitten. 

Im Oktober wird das Gießen dann eingeschränkt, um die Pflanzen auf ihre Ruhephase vorzubereiten.

Spätestens nach den ersten Frösten im Herbst ist es mit der Blütenpracht vorbei und die Pflanzen werden, auch wenn sie sich noch nicht von selbst eingezogen haben, eine Hand breit über dem Boden abgeschnitten. Die Knollen gräbt man vorsichtig aus und lagert sie über Winter frostfrei und trocken bei Temperaturen um 12–15 Grad Celsius. In Kübeln gezogene Exemplare kann man auch einfach samt Topf in den Keller stellen und im nächsten Jahr neu eintopfen.       

Peter Busch