Kein Garten ohne Fliederblüte

Im Garten stellt der Flieder, der zu den beliebten Gartengehölzen gehört, so gut wie keine Ansprüche. Jeder durchlässige, feuchte bis trockene, leicht saure bis alkalische Boden ist geeignet. Weil Flieder schon im Sommer sein Triebwachstum abschließt, ist er auch vollkommen winterhart; da er erst nach den Eisheiligen blüht, können zudem keine Spätfröste die Blütenfülle, die eine wichtige Bienenweide ist, schädigen. Je wärmer und sonniger der Flieder steht, um so üppiger ist auch der Knospenansatz. Von der Verwendung ist sowohl ein Einzelstandort als auch ein Platz im Gruppengehölz möglich; die kleinen Sorten eignen sich gut für Böschungen, Mauerkanten und für Mobiles Grün. Flieder wird gewöhnlich im Frühjahr oder Herbst ohne Ballen gepflanzt; auch jetzt noch lassen sich ballierte Ware oder Containerpflanzen im Garten eingraben. Flieder braucht zwei bis drei Jahre, um gut einzuwurzeln und verträgt dann auch Trockenheit; bis dahin ist aber ausreichend für Feuchtigkeit zu sorgen. Nach zwei bis drei Standjahren setzt beim Flieder eine üppige Blüte ein, und, da die Sträucher sehr alt werden, wiederholt sich diese jahrzehntelang. Als einzige wichtige Pflege beim Flieder ist es dann wichtig, seine Bodentriebe, wann immer sie auftreten, zu entfernen. Sie stammen in der Regel aus der Unterlage, einer Wildsorte, die nur einfach rosa blüht. 

Peter Busch