Noch mehr Dahlien gibt es durch Teilung, Stecklinge, Saat. Bereits im Februar/März teilt man kräftige Knollen so, dass jedes Teilstück mindestens 1 Triebansatz hat und setzt einzeln in entsprechend große Gefäße, die anfangs dunkel stehen können bei etwa 18 Grad. Man hält genügend feucht und stellt hell, sowie Triebe erscheinen. Man teile nicht zu stark auf, doch teile gute Knollen unbedingt, weil offenbar Teilung die Vitalität der Pflanzen fördert.
Für Stecklingsvermehrung werden dafür vorgesehene Knollen im März eingetopft, dabei wesentlich höher gesetzt als bei normaler Pflanzung. Bei 15–18 Grad hält man gut feucht, so dass bald Triebe wachsen. Diese sollen für Stecklingsvermehrung nicht mehr als 3–4, höchstens 5 Blattpaare haben. Ältere sind innen hohl und bilden deswegen schlecht Wurzeln. Man schneidet dicht unter einem Blattknoten oder reißt die Stecklinge mit kleinem Knollenstück, steckt danach in groben Sand und ungedüngten Torf 50:50. Bei 22–25 Grad konstanter Wärme, hoher Luftfeuchtigkeit und Schutz vor direkter Sonne bewurzeln die Stecklinge innerhalb von 2–3 Wochen. Saatzeit für Dahlien ist im März bis Anfang April. Bis zum Keimen steht die Schale mit den Samen bei 18–20 Grad, danach deutlich kühler.
Ilse Jaehner