Beim Federborstengras, Pennisetum, kommen zu dem dekorativen Halmbusch die lampenputzerartigen Blüten hinzu, die sich bis in den Spätherbst halten und im herbstlichen Licht dem Garten einen grazilen Schmuck verleihen. Auch zum Schnitt für Trockensträuße, kurz nach dem Aufblühen ist der richtige Zeitpunkt, eignen sich diese Gräser hervorragend und halten jahrelang.
Aus dem Sortiment von ca. 50 Arten empfehlen sich hauptsächlich drei Vertreter: das Australische Lampenputzergras, P.compressum, mit gut 80 Zentimeter Höhe, das Federborstengras, P. c. ‚Hameln‘, mit 60 Zentimetern und das niedrige Pinselborstengras, P. japonicum, mit knapp 40 Zentimetern. Von diesen dreien hat sich hauptsächlich die Sorte ‚Hameln‘ durchgesetzt, die kräftige Horste von gedrungenem Wuchs mit nur ca. 30 Zentimeter Höhe und schmalen graugrünen Blättern entwickelt, über denen dann die besonders zahlreichen Ähren stehen, die eine rotbraune Farbe aufweisen.
Die Gräser verlangen einen vollsonnigen bis hellen Stand in etwas geschützter Lage bei normalem, gut durchlässigen Boden; Staunässe über Winter wird schlecht vertragen.
Als Standort eignet sich ein Platz im Heide- oder Gräsergarten, sehr reizvoll ist aber auch eine Benachbarung mit Stauden, wie Skabiosen oder Fackellilien, oder eine Pflanzung neben Gewächsen am Wasserbecken.
Peter Busch