|
|
Liebe Leserinnen und Leser,
der August zeigt uns den Sommer in seiner vollen Kraft. Die Tage sind lang, die Beete üppig, die Farben leuchtend. Ein Fest für alle Sinne! Und doch: Die Sonne meint es mitunter etwas zu gut. Trockenheit und Hitze fordern nicht nur unsere Pflanzen heraus, sondern auch uns selbst.
In vielen Gärten ist das tägliche Gießen zur festen Routine geworden, und mancher Blick fällt sorgenvoll auf welke Blätter und rissige Böden. Gleichzeitig belohnt uns der Garten mit reicher Ernte, mit aromatischem Gemüse, süßen Früchten und duftenden Kräutern. Diese Gleichzeitigkeit von Fülle und Belastung macht den August so besonders.
Vielleicht ist dieser Monat auch eine gute Gelegenheit, innezuhalten – nicht nur, um durchzuatmen, sondern auch, um unser Gärtnern mit neuen Augen zu betrachten. Wie gehen wir mit den veränderten Bedingungen um? Was brauchen unsere Gärten und was brauchen wir?
In dieser Ausgabe widmen wir uns deshalb dem Thema Hitze und Trockenheit ganz bewusst. Sie finden hilfreiche Beiträge rund um den Umgang mit extremen Wetterlagen, wie man Pflanzen unterstützt und den Garten auf kommende Sommer vorbereitet. Es lohnt sich, einen Blick darauf zu werfen.
Und trotzdem – oder gerade deswegen – dürfen wir nicht vergessen, die schönen Seiten des Hochsommers zu genießen: das Summen der Insekten, das Spiel von Licht und Schatten, das ruhige Sitzen unter einem Baum, den Austausch mit anderen Gartenfreunden. Denn der Garten ist nicht nur Arbeit, er ist auch Erholung, Freude und Gemeinschaft.
Ich wünsche Ihnen einen August, der Ihnen beides schenkt: Gelassenheit im Umgang mit den Herausforderungen und Zeit für die schönen Seiten des Gärtnerns.
Ihr Karl Born,
Vorsitzender des Hauptvorstands