Der Philosoph und das Unkraut

Jener Philosoph, der sagte: „Eine Sache gut tun, heißt sie ein für alle mal tun“, hat bestimmt noch nie Unkraut gejätet. Andernfalls müsste er erkennen, dass man noch so gut Unkraut jäten kann – es kommt doch immer wieder. Naturschützer gehen auf besondere Art mit Unkräuter um. Sie nennen sie einfach Wildkräuter und sind damit alle Unkräuter auf einen Schlag los. So einfach ist die Sache für Gartenbesitzer jedoch nicht. Sie müssen sich ums Unkraut kümmern, wollen sie was ernten. Intelligente unter ihnen hacken bereits, bevor das Unkraut wächst. Das geht jedenfalls schneller und leichter, als wenn man Unkräuter erst sprießen lässt. 

Zu empfehlen ist unbedingt die Mulchmethode: Rindenmulch unterdrückt Unkräuter zwischen Ziersträuchern, Beerenobststräuchern und unter Obstbäumen. Die Mulchdecke sollte nicht mehr als 10 % Feinanteil haben, damit die Oberfläche des Belages nach Regen rasch abtrocknet und anfliegende Unkrautsamen nicht keimen. Außerdem fördern grobe Bestandteile die Durchlüftung der Schicht und damit Luftzufuhr für Pflanzenwurzeln in den Boden. Bei 3 cm Mulchschicht verringert sich das Unkrautaufkommen auf 22 %, bei 5 cm auf 10 %, bei 7 cm auf 8 %. Vor Auftrag einer Mulchschicht muss die Fläche unkrautfrei gemacht werden. 

Ilse Jaehner 

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