Mit Hilfe einer Bodenuntersuchung werden Düngefehler im Garten wie Überdüngungen und ähnliches vermieden. Sinnvoll erfolgt sie etwa alle 3 Jahre. Für eine solche Untersuchung braucht man eine Probe der zu untersuchenden Erde im Garten. Gewöhnlich geht es in erster Linie um das Gemüseland, bei Neuanlagen auch um Standorte für Obstgehölze. Handelt es sich um einen Garten normaler Größe genügt eine sogenannte Durchschnittsprobe, vor allem wenn der Garten schon länger in Kultur ist. Gleichmäßig über die ganze Fläche markiert man 10–20 Stellen, wo die Proben genommen werden sollen. An jeder Stelle hebt man ein 20×20 cm großes Loch aus bis zum Wechsel von Krume, also der bearbeiteten obersten Erdschicht, zum Untergrund in gewöhnlich 30–40 cm Tiefe. Bei geplanter Obstgehölzpflanzung tiefer gehen! Von einer der sauber abgegrabenen Wände des Loches trennt man sodann eine 5 cm dicke Bodenscheibe ab und gibt sie in einen Eimer oder ähnliches Gefäß. Insgesamt kommt so eine ganze Menge Erde zusammen, von der nur ein kleiner Teil zur Untersuchung benötig wird. Daher mischt man aus den gesammelten Einzelproben recht gründlich die eigentliche Durchschnittsprobe, von der man 500 g, von steinhaltigem Boden etwas mehr, an das untersuchende Labor schickt. Adressen solcher Institute erfährt man von den örtlichen Kleingarten- oder Obst- und Gartenbauvereinen.