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Alte Blütensträucher kann man teilen und so wieder in Schwung bringen. Dazu eignen sich echte Sträucher mit mehreren gleichwertigen Schösslingen, die direkt dem Wurzelstock entsprießen (Haselnuss, Spireen, Schneebeeren und dergleichen). Man teilt in mehrere Stücke mit scharfem Spaten, eventuell unter Zuhilfenahme von Axt und Säge. Die Teilpflanzen kommen sofort in recht gute, humose Erde.
Feuerdorn ist nicht nur im Herbst ein Schmuckstück, wenn die Triebe voll besetzt sind mit gelben oder roten Früchten, sondern auch im Frühling, wenn ihn unzählige weiße Blüten bekleiden. Auf jeden Fall soll Feuerdorn frei und sonnig stehen, denn dann blüht und fruchtet er am besten.
Hortensienarten, die an einjährigem Holz blühen wie Hydrangea arborescens oder die bekannte Rispenhortensie H. paniculata können im Spätherbst zurückgeschnitten werden. Die Bauernhortensie Hydrangea macrophylla blüht an mehrjährigem Holz und wird deswegen im Herbst keinesfalls geschnitten.
Weihnachtsnarzissen lassen sich am einfachsten von allen Zwiebelblumen treiben. Man braucht dazu ein mehr breites als tiefes Gefäß, die Zwiebeln und einige Handvoll Blähton oder ähnliches Material. In den Blähton setzt man die Zwiebeln so, dass sie zur Hälfte darin verschwinden. Dann Wasser in die Schale geben und am Fenster aufstellen. Pflanzzeit dieser besonders präparierten Narzissen ist bis Anfang Dezember.
Beifuß (Artemisia vulgaris) würzt die Martinsgans und alle anderen Gänse. Im Herbst kann man pflanzen. Beifuß ist äußerst genügsam und entwickelt das beste Aroma auf trockenem, kalkhaltigem Boden. Zum Würzen verwendet man Rispen mit noch geschlossenen Blütenknospen ohne Blätter, da diese recht bitter sind.
Zwiebeln sollen sich möglichst den ganzen Winter bis Frühjahr halten. Die günstigste Lagertemperatur beträgt 0–2 Grad bei viel frischer Luft. Etwas Frost schadet gut ausgereiften Zwiebeln nicht. Man darf sie nur nicht in angefrorenem Zustand hin und her bewegen. Fangen die Zwiebeln im Verlauf der Lagerung zu treiben an, stoppt eventuell nochmaliges Nachtrocknen, „Darren“, den Vorgang.
Mehltaukranke Schwarze Johannisbeeren sind an gestauchten, häufig gekrümmten Trieben zu erkennen. Mit dem Rückschnitt solch kranker Triebe sollte im Herbst nicht länger gezögert werden. Neuere Sorten, unter anderem ‚Titania’, ‚Ometa‘, ‚Risarp‘ sind weitgehend widerstandsfähig gegen den pilzlichen Erreger der Krankheit und bilden große Früchte, die ab Juli reifen.
Ilse Jaehner